Erneuerbare Energien: SPD mit eigenem Antrag

Baunatal. Die Stadt Baunatal will sich daran beteiligen, dass der Energiebedarf in der Region bis 2050 aus erneuerbaren Energien gedeckt wird. Einen entsprechenden Beschluss fasste das Stadtparlament am Montag mit den Stimmen der SPD. CDU und Grüne votierten dagegen. Der Vorstoß zur Unterstützung erneuerbarer Energien kam nämlich ursprünglich von den Grünen.

In deren Antrag war allerdings das Ziel so formuliert, dass die Stadt Baunatal für sich selbst den Energiebedarf bis 2050 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gewinnen soll. Doch da wollte die Mehrheitsfraktion der SPD nicht mitgehen und legte einen eigenen Änderungsantrag vor, der eben die gesamte Region im Blick hat.

Wenn man das Ziel nur für die Stadt festlege, könne man dies sowieso nicht erreichen, weil das VW-Werk einfach zu viel Energie benötige, erläuterte Uwe Notnagel für die SPD. Energie müsse deshalb immer zugekauft werden.

CDU: Gesamtkonzept fehlt

Lothar Rost zeigte sich für die Grünen verwundert darüber, dass die SPD den Ursprungsantrag ablehne. „Warum ist die SPD in Baunatal nicht für dieses Ziel?“, fragte er. Und Sebastian Stüssel (CDU) bemängelte, dass in Baunatal ein schlüssiges Gesamtkonzept zum Thema Energie fehle.

Übrigens: Die weitere Argumentation der Fraktionen während der Debatte bestätigte außerdem, dass sich die neu gewonnene Zusammenarbeit von CDU und Grünen in Wiesbaden zumindest teilweise auch im Baunataler Stadtparlament fortsetzt. Beide Lager argumentierten in enger Absprache in die gleiche Richtung. (sok)

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