SPD Kassel-Land sieht das zentrale politische Thema der nächsten Jahre auf dem Feld der Energie

Erneuerbare sollen den Kreis bewegen

Neubau des Flughafens: Hier habe die SPD die unterschiedlichen Meinungen in einer Parteilinie zusammengeführt, meint Vorsitzender Uwe Schmidt. Archivfoto: Thiele

Kreis Kassel. Auch nach dem knappen Verlust der absoluten Mehrheit auf Kreisebene hält die SPD im Landkreis Kassel an ihrem Führungsanspruch fest. „Wir bewegen Hessens Norden“, sagte Uwe Schmidt in seiner Rede vor dem Unterbezirks-Parteitag und zitierte damit das Motto der Kommunalwahl.

Das zentrale Thema, mit dem dieser Anspruch eingelöst werden soll, sind die Erneuerbaren Energien. Bis 2030 soll die gesamte Energie, die im Landkreis verbraucht wird, auch in diesem Raum produziert werden.

Schmidt sieht in dieser Entwicklung auch die große Chance für den ländlichen Raum. Energetische Sanierung der Gebäude in den Dorfkernen, Elektromobilität sowie die Produktion von Strom aus Fotovoltaik, Wind und Wasser schafften Arbeitsplätze im ländlichen Raum.

Beim Flughafen integriert

In der Verzahnung der unterschiedlichen Ebenen in der Partei sieht der Vorsitzende nach wie vor die große Stärke der SPD.

Das habe sich beim Thema Neubau des Flughafens Calden gezeigt. Bei diesem Thema hätten es die Sozialdemokraten verstanden, unterschiedliche Meinungen innerhalb der Partei und der Anrainer-Kommunen auszuhalten und alle Strömungen in die Partei zu integrieren. Doch das Thema sei mit dem Baustart noch nicht erledigt, sagte Schmidt. „Im Kreistag werden dazu sicher noch Anträge von Grünen und Linken kommen.“

In der gesundheitlichen Versorgung im Landkreis setzt sich Schmidt für den Erhalt der Kreiskliniken in Hofgeismar, Helmarshausen und Wolfhagen ein. Auch die Versorgungszentren in Lippoldsberg und Bad Karlshafen dürften nicht aufgegeben werden.

Die regionale Zusammenarbeit mit der Stadt Kassel müsse weitergehen, sagte Schmidt. Als Motor der Entwicklung sieht er den Zweckverband Raum Kassel. Der Landrat ist sich sicher: „Nur wenn wir die große Stadt dabeihaben, bewegen wir auch was.“ Die kommunale Zusammenarbeit der kleineren Gemeinden müsse weiterentwickelt werden.

Als Chef der Sondierungskommission, die die Zusammenarbeit mit anderen Fraktionen im Kreistag auslotete, zeigt sich Schmidt von den Grünen enttäuscht. Die hätten mehr über personelle Fragen reden wollen als über Inhalte. Es habe sich gezeigt, „dass die SPD die eigentliche Inhaltspartei ist“ und die Werte von Frieden, Freiheit und sozialer Gerechtigkeit hochhalte.

Schmidt erhielt dann bei der Wahl des Vorsitzenden 140 von 143 Delegiertenstimmen. Wiedergewählt wurden auch die beiden Stellvertreter Schmidts, Brigitte Hofmeyer (133 Ja-Stimmen, vier Nein-Stimmen, zwei Enthaltungen und vier ungültige) und Ralf Pfannkuche (132 Ja-Stimmen, sechs Nein-Stimmen, drei Enthaltungen, zwei ungültige).

Von Gerd Henke

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