Höhe und Lage werden kritisiert

Schauenburger wehren sich gegen Windparks

+
Windräder auf dem Lindenberg bei Breitenbach: Diese Fotomontage hat Gegner Dieter Hinske nach seinen Berechnungen erstellt. Er kritisiert die geplanten Standorte und die Dimension der fünf Anlagen.

Schauenburg. Die Lage der Windkraftanlagen und deren Höhe sind es, die Dieter Hinske aufgeschreckt haben. Der Breitenbacher wehrt sich - wie inzwischen eine ganze Reihe von Schauenburger Bürgern - gegen die geplanten Windparks auf den benachbarten Höhen Lindenberg und Langenberg.

Der 63-jährige Beamte formuliert sein erstes Ziel so: „Ich will die Bevölkerung darauf aufmerksam machen, was da passiert.“ Die Gemeinde bleibt bei ihrer Haltung: Die Pläne seien seit drei Jahren bekannt, so Bürgermeisterin Ursula Gimmler (CDU).

Vielen sei sicher noch nicht klar, dass die fünf auf dem Lindenberg geplanten Windräder direkt von Breitenbach und Martinhagen aus zu sehen seien, betont Hinske, der am Kastanienweg mit Blick auf den Lindenberg lebt. Drei Rotoren, sagt er, sollten sogar vor dem Berg mit freier Sicht von den Dörfern aufgestellt werden. „Die Leute gehen bisher davon aus, dass die Anlagen auf der anderen Seite des Berges, an der Autobahn stehen werden.“

Wehrt sich gegen die Pläne: Dieter Hinske aus Breitenbach. Foto: Kühling

In der Tat liegen die geplanten Standorte der fünf Windräder über den Berg verstreut. Das bestätigt auch Bürgermeisterin Ursula Gimmler (CDU). Von nichts anderem sei auch immer die Rede gewesen, sagt sie. „Die stehen kunterbunt auf dem Lindenberg verteilt.“

Der Windpark nahe der A 44 bei Breitenbach wird von der Firma GP Joule aus Reußenköge geplant. Die Flächen gehören der Gemeinde Schauenburg und dem Hoofer Landwirt Burkard von Kieckebusch, die das Gelände an das Unternehmen verpachten wollen. Das Projekt auf dem Saukopf des Langenbergs zwischen Elmshagen und Breitenbach wird allein durch von Kieckebusch geplant. Ihm gehört das Gelände.

Dieter Hinske kritisiert die Dimension der Rotoren. Mit einer Nabenhöhe von 140 Metern und einer Höhe der Rotorspitzen bei 200 Metern handele es sich um die größten Anlagen Nordhessens, sagt Hinske. „Wir haben die Märchenwache. Wir haben den Habichtswaldsteig. Es passt nicht dahin.“

Von Sven Kühling

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Donnerstag in der gedruckten Ausgabe der HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.