Gewerbegebiet Sandershäuser Berg: Neubauten bieten Platz für Verwaltung und die Bahnsparte

SMA errichtet weitere Gebäude an der A7

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Blick von oben: Der neue SMA-Standort am Sandershäuser Berg liegt direkt neben der A7.

Niestetal. Es ist eine Großbaustelle mit Fernsicht auf den Kasseler Herkules: Am Sandershäuser Berg direkt neben der A 7 baut SMA ein 25 000 Quadratmeter großes Service-Center, im April 2012 soll es eröffnet werden. Doch direkt neben der neuen Halle sind bereits weitere große Baumaschinen im Einsatz. Sie ebnen den Boden für zusätzliche Gebäude, die hier entstehen sollen.

Die Erweiterungsfläche hat ebenfalls beachtliche Ausmaße: Sie ist 14 Hektar groß, das entspricht der Größe von 20 Fußballfeldern. SMA will hier zunächst einen Verwaltungsbau für das neue Service-Center errichten. Die Bauarbeiten dafür beginnen Anfang 2012.

Als nächstes Projekt wird dann im ersten Halbjahr 2012 mit der Errichtung einer Produktionshalle für die SMA-Tochterfirma Railway Technology GmbH begonnen. Die Mitarbeiter entwickeln und produzieren hochwertige Energieversorgungssysteme für den Schienennah- und Fernverkehr.

Die restlichen Flächen sollen bei Bedarf später in mehreren Abschnitten bebaut werden.

Fotos: Neue Fassade bei SMA an der A7

Neue Fassade bei SMA am Sandershäuser Berg

Zurzeit laufen die Vorarbeiten für die Nutzung der Erweiterungsfläche. Umfangreiche Erdarbeiten waren nötig, um das am Hang gelegene Gelände in eine ebene Fläche zu verwandeln. Durch Kalkbeimischung und Verdichtung wurde die Erde standfest gemacht.

Um die 140 000 Quadratmeter versiegelte Fläche zu entwässern, wird zurzeit ein innovatives Regenrückhaltesystem errichtet – nicht in Form eines Beckens, sondern als ein überdimensionales Rohrsystem. Bis zu 2,40 Meter betragen die Betonrohre im Durchmesser. Der unterirdische Staukanal ist 600 Meter lang, das Kanalrohr verjüngt sich und hält so das Regenwasser zurück, um es dosiert abzugeben. Dadurch soll verhindert werden, dass das Niestetaler Kanalnetz durch große Regenmengen überlastet wird.

Zu den Kosten für die Bauprojekte macht SMA keine detaillierten Angaben. Insgesamt investiert SMA in den nächsten Jahren weltweit 400 Millionen Euro, den größten Teil davon am Sandershäuser Berg.

Ob das Gewerbegebiet Sandershäuser Berg – Gesamtfläche jetzt: 25 Hektar – später wie geplant um weitere 50 Hektar erweitert wird, steht noch nicht fest. Voraussetzung wäre ein eigener Autobahnanschluss an die A 7. Den wird das Bundesverkehrsministerium zwar genehmigen, aber nicht finanzieren. Das heißt, Niestetal, Investoren und weitere Kommunen des interkommunalen Gewerbegebiets müssten für die Kosten aufkommen.

In punkto Kostenbeteiligung hält sich SMA bedeckt: Für Planungen zur Erweiterung des Gewerbegebiets und zum Autobahnanschluss sei die Gemeinde Niestetal verantwortlich, teilte SMA-Pressesprecherin Susanne Henkel mit.

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