Ansturm auf das Café Beruf: 700 Schüler informierten sich über Ausbildungschancen

Erst testen, dann wählen

Fruchtige Nachspeise gefällig? Marcel Werner vom Baunataler Hotel Scirocco informierte Jeanine Lindemann (von links), Lara Sukhni und Jennifer Günther über den Beruf der Restaurantfachfrau. Sein Tipp: Erstmal ein Praktikum machen. Fotos: Dilling

Baunatal. Am Wochenende arbeiten, an Feiertagen sowieso, und sich über abendliche Dienstzeiten nicht wundern: Marcel Werner, Geschäftsführer des Hotels Scirocco in Baunatal, sagt Jugendlichen gleich, was sie in der Ausbildungszeit im Beruf der Restaurantfachfrau erwartet. Er weise ausdrücklich auf die Schattenseiten hin, sagt Werner, damit die Jugendlichen nicht in ihren Vorstellungen enttäuscht werden.

Der Hotelbetrieb war am Samstag beim Café Beruf in der Theodor-Heuss-Schule (THS) mit einem Stand vertreten, so wie 20 weitere Betriebe aus der Region. Neben den großen Firmen wie SMA und Volkswagen informierten auch kleinere Betriebe die Schüler der Erich-Kästner-Schule (EKS) und der THS über Ausbildungsmöglichkeiten und Anforderungen in den Lehrberufen. Das Interesse daran war groß. Norbert Malkus, Leiter des Hauptschulzweigs an der THS, war von dem frühen Ansturm überrascht. Etwa 700 Schüler informierten sich an den Ständen. Nächstes Jahr werden wohl um die 270 Schüler beider Schulen ihren Abschluss machen und viele von ihnen eine Lehrstelle antreten. Angesichts der immer älter werdenden Bevölkerung und des sich abzeichnenden Fachkräftemangels stehen die Chancen von Schülern, eine Lehrstelle zu ergattern nicht schlecht. Damit der Übergang von der Schule in den Beruf klappt, haben die Stadt Baunatal und die Schulen im Rahmen des Bildungsforums Baunatal ein Netzwerk und viele Kontakte mit den Betrieben geknüpft. Das Jugendbildungswerk, des Jugendzentrum Second Home, EKS und THS sowie die Baunsbergschule tauschen sich außerdem in einer AG Schule und Beruf aus und organisieren das Café.

Hotelier Werner rät allen Jugendlichen, ihren Wunschberuf erstmal zu testen und ein Praktikum zu machen. Das Konzept des Café Beruf findet er sehr gut. Die Schüler könnten sich dort gezielt über die Ausbildungsgänge informieren, die sie interessieren.

Kevin Reiter von der EKS schaute sich mit seinem Bruder Alex am Stand des Kasseler Dienstleisters KVV um. Ihn würde eine Ausbildung zum Mechatroniker interessieren, sagt er und probiert den von Azubis gebauten Roboterarm am KVV-Stand aus. (pdi)

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