Erste Tankstelle für E-Autos in Baunatal

Nachtanken per Stromkabel Am Marktplatz Baunatal steht jetzt die erste Strom-Zapfsäule. Foto: Kühling

Baunatal. „Das Fahrzeug ist anzuschließen wie ein Haushaltsgerät“, sagt Roland Gaber. Ab Montag kann der Körler, der selbst 15 Elektroautos besitzt, auch in der Stadt Baunatal per Stromkabel und Steckdose nachtanken.

Und zwar kostenlos. Die Energie an der neuen Eon-Stromzapfsäule gleich neben der Shell-Tankstelle am Marktplatz wird von den Stadtwerken gesponsert.

Entriegeln lässt sich die Zapfsäule mit kleinen Plastikkärtchen. Die müsse sich der Fahrer eines E-Autos in der Shell-Tankstelle oder im Rathaus gegen ein Pfand abholen, erläutert Bürgermeister Manfred Schaub. Und schon kann es losgehen: Eine Schnellbetankung dauert etwa eine Stunde. Sind die Batterien komplett leer, muss das Fahrzeug fünf bis sechs Stunden ans Netz.

Welche Bedeutung das Thema Elektroantrieb für Volkswagen und die gesamte Region hat, unterstreicht Werkleiter Prof. Hans-Helmut Becker nicht nur damit, dass er einen Prototyp des E-Golfs selbst zur Eröffnung der neuen Ladestation an der Heinrich-Nordhoff-Straße steuert. Der Standort Baunatal ist beim Thema E-Traktion ganz weit vorne mit dabei: Sicher sei bereits dass der Antrieb für den E-up, den Kleinwagen mit Elektroantrieb, am Standort Baunatal gebaut werde, sagt Becker. In Verhandlung sei man noch darüber, ob auch der Antrieb für den E-Golf in Nordhessen gefertigt werde. „Deshalb hat es Symbolik, dass wir hier eine Stromtankstelle einrichten“, ergänzt Betriebsratschef Jürgen Stumpf.

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