Aktion Kinder für Nordhessen unterstützt Brüder-Grimm-Schule in Rengershausen

Die Ersthelfer von morgen

Ersthelfer von morgen: Die Schüler der Klasse 2 b mit Johanniter-Mitarbeiterin Iris Bender (hintere Reihe von links), Klassenlehrerin Jutta Tscherner, Referendarin Sarah Klatt und Silke Meers (Johanniter). Foto:  Grigoriadou

Baunatal. Blut tropft auf den Boden im Klassenzimmer der 2b der Rengershäuser Brüder-Grimm-Schule. Auf dem Boden liegt eine Schülerin mit geschlossenen Augen und wird von einer Mitschülerin getröstet. Was im ersten Augenblick dramatisch aussieht, gehört zur Ausbildung der Kinder. Mitarbeiter der Johanniter Unfallhilfe Baunatal bilden diese zu „Ersthelfern“ aus. „Es ist eine Ausbildung speziell für Kinder zwischen fünf und zehn Jahren“, sagt Iris Bender von den Johannitern. Ihre Kollegin Silke Meers nickt zustimmend und sagt: „Wir wollen eventuelle Vorkenntnisse der Kinder vertiefen und erweitern.“

Finanzielle Unterstützung bekommt die Schule von der Aktion Kinder für Nordhessen, einer Spendeninitiative, die die HNA ins Leben gerufen hat. 2000 Euro gab es für die Grundschule. „1500 Euro nutzen wir für die Ausbildung unserer Kinder zu Ersthelfern und den Aufbau eines Schulsanitätsdienstes“, sagt Schulleiterin Beate Fenner. Mit den restlichen 500 Euro wurden neue Pausenspielgeräte in Form von Rollern und einer Holzkutsche angeschafft. Die Mitarbeiterinnen der Johanniter Unfallhilfe schulen die Grundschüler bis Ende November. „Jede Klasse bekommt etwa drei Stunden, in denen Dinge wie Notruf, Rettungskette, stabile Seitenlage und Anbringen von Verband und Pflaster gezeigt und geübt werden“, sagt Iris Bender.

Trick für Telefonnummern

Klassenlehrerin Jutta Tscherner ist froh über die Finanzierung dieser Aktionen. „Für unsere Schüler ist es viel einprägsamer, wenn Profis aus anderen Institutionen ins Klassenzimmer kommen“, sagt sie und lacht. „Außerdem ist es spannend mit anzusehen, wie toll sich die Kinder mit einbringen.“

Florian Röhr (7) und Emely Ebbrecht (8) finden die Schulung toll. „Ich freu’ mich auf die Blutschminke“, sagt Florian. An einige Erste-Hilfe-Maßnahmen erinnert er sich noch aus dem Kindergarten und erzählt stolz: „Ich kenne einen Trick, wie man sich die Telefonnummern schnell merkt: Eins minus eins ist gleich null. Das ist für die Polizei und eins plus eins macht zwei. So bekommt man die Feuerwehr ans Telefon.“ Emely weiß: „Wenn sich jemand wehtut, muss man trösten und reden.“

Von Anthoula Grigoriadou

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