Kommune reagiert auf die anhaltend Nachfrage nach Betreuungsplätzen

Anbau an Espenauer Kita beschlossen

Bekommen weitere Spielkameraden: Die Kinder des Espenauer Kindergartens Espe-Aue. Die Einrichtung wird um eine vierte Gruppe erweitert. Fotos: Wohlgehagen

Espenau. Im Kindergarten „Espe-Aue" wird eine vierte Gruppe eingerichtet und durch einen Anbau an das bestehende Gebäude dauerhaft mehr Platz geschaffen.

Das hat die Gemeindevertretung am Montag einstimmig beschlossen.

Die Mittel für die mit 125.000 Euro veranschlagte Erweiterung des Kindergartens in der Goethestraße und für den zusätzlichen laufenden Betreuungsaufwand stehen durch den ebenfalls am Montag verabschiedeten Haushalt 2015 der Gemeinde zur Verfügung.

Mit der Kindergarten-Erweiterung reagiert die Kommune auf die anhaltend gute Nachfrage nach Betreuungsplätzen, die größtenteils auf den Zuzug junger Familien nach Espenau zurückgeht: Schon jetzt kommen 32 der rund 160 in den beiden kommunalen Tageseinrichtungen „Espe-Aue“ und „Sonnenhang“ betreuten Kinder aus den jüngst fertiggestellten Neubaugebieten. Für das neue Kindergartenjahr kalkuliert die Gemeindeverwaltung mit einem Platzdefizit von voraussichtlich 22 Plätzen.

Hier soll er hin: Kita-Leiterin Monika Creutzburg (links) und Bürgermeister Carsten Strzoda auf dem Baugrund für den Anbau.

Als „besonders erfreulich“ wurde die wirtschaftliche Perspektive bezeichnet, denn per Saldo führt die anvisierte Auslastungssteigerung zu keiner finanziellen Mehrbelastung: Die ab 2016 in voller Höhe durchschlagenden jährlichen Mehrkosten von insgesamt 95 000 Euro sind durch zusätzliche Elternbeiträge und Zuweisungen für neu eingerichtete Integrationsgruppen nahezu vollständig gedeckt.

„Das ist eine gute Entscheidung für die Kinderbetreuung in Espenau“, sagte Volker Knebes (SPD) über das dem Parlament vorgestellte Kindergartenprojekt.

Gerrit Langhans stellte die Eigeninitiative der Gemeindeverwaltung bei der Planung der baulichen Erweiterung heraus. Das komme dem Bauvorhaben zugute, so der CDU-Sprecher.

Wilfried Reh (FWG) regte an, schon jetzt die spätere Einrichtung einer fünften Betreuungsgruppe zu berücksichtigen. Die Gemeinde sollte sich rechtzeitig auf die Bedürfnisse von Eltern mit Kleinstkindern oder eine weitere Aufnahme von Kindern mit Migrationshintergrund einstellen, so der Fraktionssprecher.

Bürgermeister Carsten Strzoda wies während der Beratung darauf hin, dass man die vierte Kinderbetreuungsgruppe in der Kita „Espe-Aue“ unabhängig von der Fertigstellung des Anbaus nach den Sommerferien einrichten werde.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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