Geruchsintensive Sauerei

Espenau: Beutelspender sorgen für weniger Ärger mit Hundekot

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Für Elke Bretthauer selbstverständlich: Der Kot gehört in den Beutel, auch wenn es der mitgebrachte ist. 

Espenau. Jeder Spaziergänger kennt das Problem und hat sich schon darüber aufgeregt: Hundekothaufen auf Gehwegen und Wiesen sind eine geruchsintensive Sauerei.

Auch in Espenau ärgern sich seit Jahren die Bürger über Hundehaufen auf den Wegen. Deshalb beschloss die Gemeinde im vergangenen Jahr, testweise Beutelspender aufzustellen.

Die gute Nachricht: Die vier aufgestellten Beutelspender für Hundekot im Bereich Goethestraße am Spazierweg entlang der Espe in Hohenkirchen scheinen sich zu bewähren. Von Mai bis Oktober sind nach Auskunft von Bürgermeister Carsten Strzoda (parteilos) bereits 10 000 Beutel verbraucht worden.

Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) hatte zu diesem Thema zwei Fragen an den Gemeindevorstand gerichtet, die Strzoda in der vergangenen Sitzung der Gemeindevertreter beantwortete. Die FWG wollte wissen, ob es Rückmeldungen aus der Bevölkerung gebe und wer für die Nachfüllung der Beutelspender zuständig ist.

Die Gemeinde erhalte durchweg positive Rückmeldungen durch Hundebesitzer und die Mitarbeiter des Zweckverbandes Kommunale Dienste (ZKD) Espenau-Immenhausen, sagte Strzoda. Der ZKD überprüft jeweils am Freitag die Behälter, füllt sie wieder auf und entleert die Abfalleimer.

„Die Erstausstattung mit 15.000 Beuteln geht langsam zu Ende“, sagt Strzoda. Er gehe aber davon aus, dass viele Beutel, gerade in der Anfangsphase, auch dem Vandalismus zum Opfer gefallen seien. Mit der Aufstellung habe sich die Situation in der Goethestraße entlang der Espe zwar verbessert, auf anderen Flächen bliebe das Problem mit Hundehaufen aber unverändert groß.

Für die Umsetzung des Projektes hatte die Gemeinde in diesem Jahr 3000 Euro eingeplant. Im nächsten Jahr sind für die Neuanschaffung von Hundekottüten 500 Euro vorgesehen. Ein relativ kleiner Betrag im Vergleich zu den Einnahmen durch die Hundesteuer von 28 000 Euro im Jahr. Mit 60 Euro für den ersten Hund fällt die Steuer in Espenau relativ gering aus. Vellmar verlangt 70 und Ahnatal sogar 80 Euro von den Tierbesitzern.

Elke Bretthauer aus Immenhausen geht regelmäßig mit ihrem Border Collie „Funny“ an der Goethestraße Gassi und trifft sich dort zum Spaziergang mit ihrer Freundin. Auf das leidige Thema der Entsorgung des Hundekots angesprochen, hat sie als Hundebesitzerin einen Vorschlag: „Genau wie die gelben Säcke, sollte die Gemeinden die Beutel kostenlos zur Abholung zur Verfügung stellen.“ Letztlich seien es Pfennigartikel. „Ich habe immer selbst gekaufte in der Tasche und helfe auch gerne einmal einem Hundebesitzer aus.“

Im Mai hatte Strzoda erklärt, dass es nach der Testphase keinen Plan B gäbe. Sollten die Beutel weiterhin genutzt werden, braucht es den auch nicht.

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