Espenau verkaufte seit 2012 55 Bauplätze - vor allem an junge Paare

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Espenau. Espenau will dem demografischen Wandel -Stichwort Verödung kleinerer Orte - trotzen. Und die Chancen stehen nicht schlecht.

Während die Baugebiete „Auf der Schanze“ in Hohenkirchen und „Lerchenfeld“ in Mönchehof längst ausverkauft und zum Großteil schon bebaut sind, gibt es auch im aktuellen Gebiet „Am Lindenfeld“ - in Mönchehof neben der Straßenmeisterei - nur noch Restbestände.

Waren Ende September vergangenen Jahres von den 39 Bauplätzen 16 verbindlich reserviert und acht vorgemerkt, sind aktuell nur noch „sieben Grundstücke verfügbar“, erklärte Albrecht Bertelmann von der Gemeindeverwaltung. Was dabei besonders ins Auge sticht: Rund 80 Prozent aller Käufer sind junge Paare, schätzt Bertelmann. Und Bürgermeister Carsten Strzoda nimmt an, dass „noch ein erheblicher Schwung an Familien dazukommt“.

Häuslebauer müssen sich also sputen, wenn sie am „Lindenfeld“ noch fündig werden wollen. Wer schon gekauft hat, kann sich freuen: Die Erschließungsarbeiten, die zurzeit laufen, sollen im April abgeschlossen sein, bestätigte Bertelmann. Dann kann gebaut werden.

Schöne Aussichten: Blick vom neuen Baugebiet „Am Lindenfeld“, das zurzeit erschlossen wird, auf den Ortsteil Hohenkirchen mit dem Kirchturm im Dunst (hinten Mitte) als Wahrzeichen.

Und dafür setzt die Gemeinde Geld ein. Die Erschließungskosten für das „Lindenfeld“ belaufen sich auf rund eine Million Euro. Im Haushaltsentwurf für 2015 finden sich bei den Investitionen für den Endausbau, sprich die Herrichtung der Straßen und Gehsteige im Areal „auf der Schanze“ und im „Lerchenfeld“, 200.000 Euro.

Nimmt man nur diese drei Espenauer Baugebiete zusammen, hat die Gemeinde seit dem Sommer 2012, als „Auf der Schanze“ und „Lerchenfeld“ ausgewiesen worden waren, 55 Bauplätze verkauft. Nimmt man noch den Oldie Bruchfeldweg mit 24 Grundstücken dazu, sind es 79 Plätze. Dümpelte der 2006 ausgewiesene - Bruchfeldweg lange Zeit vor sich hin - im Januar 2010 waren erst neun der 24 Bauplätze verkauft - waren im Juli 2011 schon 19 vergeben, der Rest ist auch längst weg.

Bürgermeister Strzoda weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auch in den Ortslagen zum Beispiel elterliche Grundstücke geteilt und von den Kindern bebaut oder bestehende Häuser aufgestockt werden. „Dazu erhalten wir sehr häufig Anfragen.“

Der Zuzug junger Paare in Espenaus neue Baugebiete - oft auch mit Kindern - deren Prozentsatz an den Häuslebauern Albrecht Bertelmann von der Gemeinde auf rund 80 Prozent schätzt - schlägt sich auch bei den Anmeldungen in den zwei Espenauer Kindergärten Sonnenhang und Espe-Aue nieder.

Neue Bahnsteiganlage: Im Juni 2013 wurde die Bahnsteiganlage am Bahnhof Mönchehof eingeweiht. Unsere Archivbild zeigt den neuen Außenbahnsteig während der Bauarbeiten im Dezember 2012.

In der Kita Espe-Aue sind zurzeit 60, im Sonnenhang 100 Kinder angemeldet. Die Anmeldungen entwickelten sich von 30 Kindern im Jahr 2010 auf 36 (2011), 36 (2012), 42 (2013) und 40 (2014).

Bestes Beispiel für den Anstieg der Zahlen ist der Plan der Gemeindeverwaltung, im Kindergarten Espe-Aue in der Neuen Mitte eine vierte Gruppe einzurichten. „Würden wir das nicht tun, hätten wir zum Kindergartenjahr 2015/16 eine Warteliste mit rund 20 Kindern, die wir nicht aufnehmen könnten“, begründet Bertelmann das Projekt.

Am Donnerstag, 5. März, tagt ab 17 Uhr der Jugendausschuss der Gemeinde in der Kindertagesstätte Espe-Aue, um in öffentlicher Sitzung das Projekt vierte Gruppe zu diskutieren und zu entscheiden, ob es umgesetzt werden soll.

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