Wegen Bauarbeiten

Fünf Tage im Container duschen: EAM stellt in Espenau warmes Wasser ab

Duschen im Container: Weil die EAM einigen Anwohnern das warme Wasser abstellt, müssen diese auf einen solchen Behelf ausweichen. Unser Bild zeigt beispielhaft einen der Container der Firma Optirent, die nicht unbedingt in Espenau aufgestellt werden. Foto: Optirent

Espenau. Es ist ein Begrüßungsgeschenk der ganz besonderen Art: EAM EnergiePlus, eine Tochtergesellschaft des Strom- und Gasversorgers EAM, kappt einem Teil der Bewohner in Espenau die Warmwasser-Zufuhr. Das nicht nur für ein paar Stunden, sondern gleich für eine ganze Woche.

Dies geht aus einem Schreiben der EAM an die betroffenen Anwohner hervor, das unserer Zeitung vorliegt.

Wer morgens also keine kalte Dusche bevorzugt, muss ausweichen: Und zwar in einen von der EAM bereitgestellten Duschcontainer, der laut dem Schreiben „täglich zwischen 6 und 22 Uhr zur Verfügung“ steht. Zu finden sei der auf dem Parkplatz der Sporthalle an der Goethestraße.

Grund sind laut dem Schreiben Bauarbeiten an den Nahwärmehauptleitungen: Um „Netzreparaturarbeiten zukünftig schneller“ erledigen zu können, werden „zusätzliche Absperrarmaturen“ eingebaut, dafür müsse das Nahwärmenetz abgesperrt und entleert werden. Dauern sollen die Arbeiten von Montag, 8. September, bis Freitag, 19. September. Nacheinander haben die Bewohner an den Kreuzungsbereichen Thüringer Straße / Imster Ring 1, Imster Ring / Wolfgang-Klee-Weg sowie Imster Ring / Schillerstraße kein warmes Wasser - laut dem Schreiben für einen kurzen Zeitraum. Dieser betrage für die Anwohner an zumindest einer der Kreuzungen fünf Tage.

Bei EAM, dem neu gegründeten Regionalversorger, der seit Mitte des Jahres für die Versorgung Espenaus zuständig ist, ist man sich der Belastung für die Bürger bewusst: „Aber es handelt sich um ein komplett zusammenhängendes Netz, deshalb geht das nicht anders.“ Die fünf Tage beträfen allerdings nicht alle Liegenschaften an den genannten Kreuzungen, sondern nur einen Teil: „Sobald die ersten Absperrarmaturen eingebaut sind, kann ein Großteil der Anwohner schon nach zwei Tagen wieder seinen Warmwasserhahn aufdrehen“, erklärte ein Sprecher.

Nur etwa 20 Prozent bekämen fünf Tage lang kein warmes Wasser und müssten in diesem Zeitraum den Duschcontainer aufsuchen. „Sollte es allerdings richtig kalt werden, wird das warme Wasser natürlich nicht abgestellt“, machte der Sprecher deutlich. Insgesamt wurden mehr als 130 Haushalte angeschrieben.

Damit die Heizungsanlagen keinen Schaden nehmen, fordert EAM EnergiePlus die Anwohner in dem Schreiben auf, diese am Anschluss des Nahwärmenetzes abzusperren: In offenem Zustand würde der Betätigungshebel der Absperreinrichtung parallel zur Nahwärmeleitung verlaufen, im geschlossenen Zustand steht der Hebel im 90-Grad-Winkel dazu.

Bei Fragen zur Absperreinrichtung können die Betroffenen montags bis freitags zwischen 8 und 16 Uhr den Projektleiter Andreas Wehling anrufen: Tel. 0551 /909 1485.

Von Constanze Wüstefeld

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