Polizei sucht Zeugen

Hundehasser legte Köder mit Schrauben auf Feldweg in Espenau

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Gefährliche Köder: Die Fleischbällchen waren mit zwei Zentimeter langen Schrauben gespickt

Espenau. Auf einem Feldweg bei Espenau wurden gefährliche Hundeköder ausgelegt. Ein Hund hatte zwei Stück gefressen. 

Ein Hundehasser ist offensichtlich in Espenau unterwegs – und das nicht zum ersten Mal: Auf dem Feldweg „Im breiten Busch“ in Richtung Frankenhausen haben Spaziergänger am Montag gegen 16.30 Uhr mit Schrauben gespickte Fleischbällchen entdeckt.

„Mein Mann und ich waren auf dem Feldweg mit unserem Hund spazieren, als uns überall die Frikadellen mit den Schrauben auffielen“, sagt Saskia B. Das Paar sammelte 18 Köder auf und übergab sie an die Polizei in Vellmar. „Leider hat unser Hund zwei gegessen. Wir sind sofort zum Tierarzt, wo er etwas zum Erbrechen bekommen hat“, erzählt die junge Frau. Der Tierarzt hatte zuvor Röntgenbilder vom Magen des Hundes gemacht und dabei die beiden Schrauben entdeckt. Glücklicherweise habe der Hund die Fleischbällchen komplett geschluckt und sich deshalb keine inneren Verletzungen zugezogen. „Das ist nicht das erste Mal, dass hier so etwas passiert. Auch in Gärten sind schon Köder platziert worden“, erzählt die Halterin.

Gezielte Attacke: Auf einem Feldweg bei Espenau in Richtung Frankenhausen haben Spaziergänger 18 Hundeköder aufgesammelt und bei der Polizei abgegeben. 

Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. Bis zu drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe drohen dem Täter, sollte er ausfindig gemacht werden. „Die Hundeköder sind dort gezielt abgelegt worden“, sagt Polizeisprecher Torsten Werner auf Anfrage. Die Polizei habe die Köder beschlagnahmt und behalte sich vor, die Fleischbällchen auf DNA-Spuren zu untersuchen. „Wenn der Täter in der Datenbank vorhanden ist, kommen wir ihm so auf die Spur“, sagt Werner.

Leider gebe es immer wieder solche Fälle. Noch viel öfter würden Hunde Vergiftungserscheinungen zeigen, die eine andere Ursache haben. Beispielsweise durch Rattengift, mit Wurmkur kontaminierte Pferdeäpfel oder Frostschutzmittel, die die Tiere in einem unbeobachteten Moment aufgenommen haben. 

Hinweise: Die Polizei bittet Zeugen, die auf dem Feldweg etwas Verdächtiges beobachtet haben, sich bei der Kasseler Polizei unter der Tel. 05 61 /91 00 zu melden.

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