Tiere wurden eingeschleppt

Keine Kakerlaken mehr: Am Mittwoch wieder Unterricht in Grundschule Espenau

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Eine Schabe: Diese Insekten kommen ursprünglich aus den Tropen. Sie hatten eine Schule in Espenau im Kreis Kassel befallen. Nun kümmerten sich Schädlingsbekämpfer um das Problem.

Espenau. Die Kakerlaken sind weg: Der Unterricht an der Grundschule Espenau wird bald wieder starten. Schädlingsbekämpfer haben sich um das Problem gekümmert.

Artikel aktualisiert um 17.47 Uhr - Nach dem Einsatz von Kammerjägern wegen eines massiven Schabenbefalls in einer Grundschule in Espenau soll der Unterricht wie geplant am Mittwoch, 12. September 2018, wieder beginnen. Vorsichtshalber hätten die Schädlingsbekämpfer zwei Mal Insektizide in dem Schulgebäude versprüht. Am Dienstag sollen die Räume noch einmal gründlich gereinigt werden. Eigentlich habe man gehofft, die Schule schon heute wieder öffnen zu können, sagte Kreissprecher Harald Kühlborn auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Ausnahmesituation in der Schule, die durch die Schädlinge bedingt war, begann am 6. September 2018. Die Schule war daraufhin für mehrere Tage geschlossen worden, da die Tiere Krankheiten wie Tuberkulose übertragen und Allergien auslösen können. Betroffen waren 198 Schüler und das Leherkollegium.

Kakerlaken wurden in Grundschule Espenau eingeschleppt

Die Firma Rentokil hatte am Wochenende das gesamte Gebäude mit einem Kurzzeitinsektizid gespritzt. Die Schaben waren an unterschiedlichen Stellen der Schule gefunden worden. Eine Häufung an einer Stelle, wie zum Beispiel der Küche, habe es nicht gegeben, erklärt Harald Kühlborn. Die Firma habe den Verdacht des Schulträgers bestätigt, dass die Kakerlaken eingeschleppt wurden und nicht aus der Schule selbst kämen. Es handelte sich um Deutsche Schaben, die auch als Schwabenkäfer bezeichnet werden. Sie werden etwa 1,5 Zentimeter groß. Die Tiere ernähren sich meist von Essensresten und haben eine Lebenserwartung von 100 bis 200 Tagen. Die Art stammt Biologen zufolge ursprünglich aus den Tropen und hat sich inzwischen auf der ganzen Welt verbreitet.

Betreuung für Schulkinder eingerichtet 

Zwischenzeitlich wurden die Schüler auf dem Schulhof unterrichtet. Die Schulleitung kümmerte sich auch um ein Problem, das sich für viele Eltern ergab: die kurzfristige Betreuung der Kinder während der Zeit, in der eigentlich Unterricht stattgefunden hätte. In der Turnhalle wurde eine Gruppe für Schüler eingerichtet. Wie genau der Befall passieren konnte, wird noch geklärt. „Wir haben einen Verdacht, werden den aber zuerst mit der Gemeinde besprechen“, sagt Kühlborn. Alle weiteren Schritte, die vom Gesundheitsamt empfohlen werden, müssten von der Gemeinde umgesetzt werden. Grund zur Sorge gebe es jedoch keinen.

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