Beutelspender aufgestellt 

Kampf gegen die Hundehaufen in Espenau 

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Ein Handgriff: Bürgermeister Carsten Strzoda stellt die Beutelspender für Hundekot in Espenau vor. Die Tüten können kostenlos benutzt werden.

Espenau. Gerade im Sommer macht sich auch in Espenau auf den Wiesen und Feldern geruchsintensives Problem bemerkbar: Hundekot, der von den Besitzern der Vierbeiner achtlos liegen gelassen wird.

„Die Gemeinde hat letztes Jahr beschlossen, dass sie testweise Beutelspender aufstellen will“, sagt Bürgermeister Carsten Strzoda (Parteilos). Jetzt wurden in einem kleinen Bereich in der Nähe der Hohenkirchener Straße/Goethestraße entlang der Espe vier Spender zusammen mit neuen Mülltonnen aufgestellt. 

„Die Tüten sind gratis, also kostet es die Hundebesitzer nur den guten Willen“, sagt Strzoda. Der bei Spaziergängern beliebte Rundweg wird in Zukunft vom Bauhof der Gemeinde abgefahren. Dabei soll während der Leerung der Abfallbehälter überprüft werden, wie viele Tüten benutzt worden sind und ob das Angebot von den Tierhaltern angenommen wird.

Stinkende Überraschung: Auf dem beliebten Spazierweg trifft man öfter auf die Hinterlassenschaften von Hunden.

„Bisher sieht man schon einige Tüten in den Mülleimern“, so Strzoda. Wenn sich die Testphase nach zwei Jahren als Erfolg herausstellt, sollen mehr Standorte hinzukommen. Bisher kostete die Gemeinde die Testphase rund 1200 Euro. 

Bei einem Fehlschlag weiß Strzoda noch nicht, wie weiter verfahren wird: „Einen Plan B gibt es nicht.“ Trotz der positiven Rückmeldung der Bürger, gibt es einen Wermutstropfen: „Leider sieht man inzwischen einige der roten Tüten im Fluss und auf den Feldern rumliegen. Sie werden durch den Wind weiterverteilt.“

Er vermutet dahinter Kinder, die auf ihrem Schulweg an den Spendern vorbeikommen. Umweltschädlich ist dies allerdings nicht, denn sie sind biologisch abbaubar. „Wir tun das auch, um die Gesundheit unserer Bauhofmitarbeiter zu schützen“, sagt Strzoda. „Der trockene Hundekot wird bei den Mäharbeiten hochgewirbelt und eingeatmet.“ 

Schon 2011 versuchte die Gemeinde Espenau unter Bürgermeister Michael Wielert (SPD) dem Hundekot-Problem Herr zu werden, indem zahlreiche Hundehaufen mit Fähnchen markiert wurden. „Unser Ansatz ist lösungsorientierter“, sagt sein Nachfolger Carsten Strzoda.

Mit den Beutelspendern wurde ein Antrag der SPD aus dem vergangenen Jahr umgesetzt. Mit der Genehmigung des Haushalts wurde sofort damit begonnen, die Mülleimer und Spender aufzustellen.

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