Landkreis und Espenau verhandeln über Nutzung

Kreisstraße 33 weiter gesperrt

Kein Durchkommen: Die Kreisstraße K33 in Espenau ist seit eineinhalb Jahren für Fahrzeuge und Fahrräder gesperrt. Foto: Spanel

Espenau. Seit gut eineinhalb Jahren ist die Kreisstraße 33 zwischen Hohenkirchen und der Bundesstraße 83 gesperrt. Grund ist der „erbärmliche Zustand“, wie Landkreissprecher Harald Kühlborn sagt.

Was mit der Straße passiert, ist jedoch weiter unklar. Eine Sanierung ist dem Kreis zu teuer: Neben der Ausbesserung müsste auch ein Brückenbau finanziert werden. „Die Straße kreuzt Bahnschienen, eine Brücke wäre die optimale Lösung.“ Die Kosten würden jedoch nicht bei ein paar Zehntausend Euro liegen: „Es wäre sicherlich ein siebenstelliger Betrag fällig“, sagt Kühlborn.

Da der Kreis aufgrund eines Beschlusses jedoch angehalten sei, „nicht notwendige Straßen zu reduzieren“, wird so viel Geld nicht mehr in die Hand genommen. Das liege laut Kühlborn auch daran, dass eine Verbindung zwischen dem Espenauer Ortsteil Hohenkirchen und der B83 über die K34 weiter gewährleistet sei, man die K33 also nicht unbedingt brauche.

Für die Anwohner liegt hier jedoch der Knackpunkt: Seitdem die K33 gesperrt und jetzt alle über den Weimarer Weg fahren müssen, „komme man kaum noch vom Hof runter“.

Wird die Kreisstraße 33 als solche nicht wieder geöffnet, bestehen zwei weitere Möglichkeiten: Die Gemeinde kann die Straße vom Kreis erwerben und daraus eine Gemeindestraße oder einen Wirtschaftsweg machen. „Die Verhandlungen darüber laufen, bei beiden Varianten liegen die Kosten der Sanierung dann natürlich bei Espenau“, erklärt Kühlborn.

Bürgermeister Carsten Strzoda (parteilos) hält sich noch weitgehend bedeckt. „Es hängt vom Angebot des Landkreises ab, was wir machen.“ Denn eine Gemeindestraße müsste aufwendiger saniert werden als ein Wirtschaftsweg, der nur von Anliegern genutzt werden darf.

Dass der Weimarer Weg eine der Hauptstraßen in Espenau ist, bestreitet Strzoda nicht. Ob die Kreisstraße eine solche bleibt, entscheide aber nicht er. Aufgrund der Problematik sei der Verkehr im Sommer vom 14. bis zum 17. Juli einmal gemessen worden: 5220 Fahrzeuge, darunter 150 Lastwagen, seien in dieser Zeit aus dem Ort rausgefahren, 4987, davon 215 Lkw, rein. „Damals war aber auch noch ein Teil der Bundesstraße 7 zeitweise gesperrt. Verkehr, der normalerweise nicht durch Espenau fließt, musste über die Gemeinde ausweichen“, sagt Strzoda.

Die Kreisstraße ist seit Ende März 2013 gesperrt. Zuvor war dort nur noch eine Geschwindigkeit von 50 km/h erlaubt, Lastwagen durften die Straße gar nicht mehr nutzen. Der Winter habe der Straße laut Hessen Mobil aber weitere Schäden zugefügt, sodass sie seit Frühjahr 2013 für alle gesperrt ist - übrigens auch für Radfahrer.

Von Constanze Wüstefeld

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.