Wadentiefe Pfützen

Marode Wege am Bahnhof Mönchehof: Schmuddelecke schon seit Jahren

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Schmuddelecke: Hinter dem Mönchehofer Bahnhofsgebäude erstreckt sich nach Regenfällen ein regelrechter See. 

Espenau. Keine 20 Meter vor der Station der Regiotram in Mönchehof endet ein Weg in einer dunklen Schmuddelecke am verwaisten Bahnhofsgebäude. Es gehört nicht der Gemeinde.

Der Weg ist dort so dunkel, dass die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses bei einer abendlichen Ortsbesichtigung kürzlich Handscheinwerfer benötigten, um den wadentiefen Pfützen ausweichen zu können.

Für die Anwohner zwischen Bruchfeldweg und der Kirche in Mönchehof gibt es einen komfortablen, direkten Fußweg zur Station der Regiotram. Die Gemeinde hat ihn erst wieder schön hergerichtet. Auch die Beleuchtung stimmt. Doch dann folgt eben diese unschöne Ecke, für die die Gemeinde nicht zuständig ist, sondern der Eigentümer.

Doch nun besteht eine gewisse Hoffnung: Die Gemeinde Espenau will mit dem Eigentümer des Bahnhofs, eine Immobiliengesellschaft aus München, ins Gespräch kommen, hat ihn angeschrieben und wartet noch auf die Antwort. Es geht zunächst darum, ob und wie der zum Bahnsteig führende Weg hergerichtet werden kann. 

Aber die Gemeinde hat auch ein Interesse daran, dass der Eigentümer ein Konzept für eine Sanierung und sinnvolle Nutzung des Bahnhofsgebäudes entwickelt. Die Freien Wähler (FWG) machen nun Druck: Der Bauausschuss schloss sich ihrer Forderung an, Warnschilder mit dem Hinweis aufzustellen, dass der Privatweg im Bereich des Bahnhofsgebäudes nur auf eigene Gefahr betreten werden kann. „Im Dunkeln sieht man doch wirklich nichts. Was ist, wenn jemand hinfällt?“ – Mit diesen Worten wies Christa Opfermann von der FWG auf das Haftungsrisiko hin. Nach Ansicht von Gemeindevorstandsmitglied Klaus-Dieter Grede (SPD) müsste mindestens eine wassergebundene Decke, besser noch ein Pflaster, eingebaut und eine weitere Leuchte aufgestellt werden. „Wir haben seinerzeit mit dem kurzen Weg zum Bahnhof Werbung für das Baugebiet gemacht“, ergänzte sein Amtskollege Werner Exler von der FWG.

Eine schnelle Lösung ist wohl nicht in Sicht. Denn nicht einmal die Eigentumsverhältnisse an dem Weg sind bekannt. Die Deutsche Bahn hatte seinerzeit das Bahnhofsgebäude an einen Investor verkauft. Ob sie das Eigentum am Weg behalten oder sich nur ein Wegerecht gesichert habe, sei unklar, sagte Bauamtsleiter Christian Steltmann. Deshalb habe man auch die Bahn angeschrieben. Bis zur Klärung sollten Warnschilder aufgestellt werden, meinte auch Bürgermeister Carsten Strzoda (parteilos) in der Sitzung des Bauausschusses.

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