Für über fünf Millionen Euro

Neubau einer Wohnanlage in Espenau-Hohenkirchen geplant

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Hier entsteht das neue Projekt: Heinz-Dieter Olbrich, Vorstandsvorsitzender Werk-Hilfe e.V. auf dem Gelände zwischen Kasseler Straße und Hintergasse in Espenau-Hohenkirchen. 

Espenau. Der geplante Neubau einer Wohnanlage des Vereins Werk-Hilfe in Espenau-Hohenkirchen kommt. Nur nicht wie bisher geplant auf dem Grundstück der Kfz-Werkstatt an der Kasseler Straße 7, sondern ein paar Meter weiter auf einem mehr als doppelt so großen Grundstück.

Das Gelände erstreckt sich auf 3600 Quadratmetern von der Kasseler Straße zur Hintergasse (sie Grafik) und umfasst ein altes Bauernhaus und eine Scheune. Hier sollen sieben Wohnungen entstehen sowie Therapieräume, ein Restaurant und Veranstaltungsräume eingerichtet werden. Der Hofcharakter des Geländes soll erhalten bleiben und für die Begegnungsstätte mit einer Terrasse ausgebaut werden.

Im hinteren Teil des Geländes, wo jetzt noch ein Holzschuppen steht, sollen zwei Wohnhäuser mit insgesamt 20 Wohnungen gebaut werden. „Die Nachfrage ist gestiegen und die wollen wir auch bedienen“, sagt Heinz-Dieter Olbrich, Vorstandsvorsitzender der Werk-Hilfe.

Jetzt auch Nachtpflege

Neu ist, dass die Werk-Hilfe nun neben der Tages- auch eine Nachtpflege anbieten kann. „Das ist ein zusätzliches Angebot, das den Menschen ermöglicht, auch nachts bei uns zu sein“, sagt Olbrich. Das Angebot der offenen Tages- und Nachtpflege richtet sich an die ganze Gemeinde und nicht nur an die Bewohner der Werk-Hilfe. Mit der neuen Wohnanlage hat die Gemeinde dann eine flächendeckende Betreuung und Pflegeeinrichtung für ältere Menschen außerhalb eines Pflegeheims. „Damit wird keiner ausgeschlossen. Keiner muss raus aus der Gemeinde in ein Pflegeheim“, erklärt Olbrich. Der Vorteil des Standorts sei, dass die Bewohner mitten im Ort leben könnten.

Das Gesamtbudget für den Um- und Neubau an der Kasseler Straße liegt bei circa 5,2 Millionen Euro. „Wir werden mindestens fünf Zuwendungsträger benötigen“, sagt der Vorstandsvorsitzende, „um das Projekt zu finanzieren“. Die Gemeinde Espenau hat in der vergangenen Gemeindevertretersitzung einstimmig beschlossen, sich an der Finanzierung zu beteiligen. „Damit im sozialen Wohnungsbau Mittel fließen können, muss die Gemeinde Komplementärmittel bereitstellen“, erklärte Bürgermeister Carsten Strzoda in der Sitzung. Die Gemeinde stellt pro Wohneinheit 10 000 Euro als zinsloses Darlehen zur Verfügung, insgesamt also 270 000 Euro. Zusätzlich wird der Verein Werk-Hilfe Stiftungsmittel beantragen, unter anderem bei der Stiftung Deutsches Hilfswerk (ARD Fernsehlotterie), die innovative neue Pflegeformen unterstützt.

Scheune wird abgerissen

Sobald die Finanzierung steht, kann mit dem Bau begonnen werden. Wenn alles nach Plan läuft, soll bereits im Frühjahr 2018 ein Teil der Scheune abgerissen werden. Im Frühjahr 2019 soll die Wohnanlage dann bezugsfertig sein. Erste Anmeldungen gibt es schon.

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