Einrichtung für bis zu 40 pflegebedürftige Menschen

Neue Senioren-Wohnungen in Espenau: Tagespflege statt Autowerkstatt

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Hier will der Verein Werk-Hilfe bauen: Auf dem Gelände an der Kasseler Straße im Espenauer Ortsteil Hohenkirchen hat derzeit noch die Kfz-Werkstatt Friedhelm Waldeck ihren Sitz.

Espenau. Der Verein Werk-Hilfe will in Espenau weitere Wohnungen und eine Tagespflegeeinrichtung für insgesamt bis zu 40 ältere und pflegebedürftige Menschen bauen.

Im Visier des Caldener Vereins ist das Grundstück an der Kasseler Straße 7 im Ortsteil Hohenkirchen. Dort hat bislang die Autowerkstatt von Friedhelm Waldeck ihren Sitz. Werk-Hilfe plant, das Grundstück zu kaufen und die bestehenden Gebäude abzureißen.

„Unter Dach und Fach ist aber noch nichts“, betont Heinz-Dieter Olbrich, Vorsitzender von Werk-Hilfe. Allerdings habe der Verein bereits Gespräche mit dem Werkstattbesitzer und der Gemeinde geführt sowie die Anwohner über die Pläne informiert. Dem Vernehmen nach sieht auch alles danach aus, dass Werk-Hilfe seine Pläne umsetzen kann. „Bislang haben wir nur positives Feedback erhalten“, berichtet Olbrich, „die Menschen freuen sich, dass dort Wohnungen entstehen sollen“.

Vertrag mit Pflegedienst

Konkret geplant sind der Bau von zwei behindertengerechten Wohnhäusern mit insgesamt 20 Wohnungen – darunter 16 Ein-Personen- und zwei Doppelwohnungen – sowie der Bau einer Tagespflegeeinrichtung für bis zu 20 Besucher. „Die Bewohner wohnen bei uns selbstbestimmt und erhalten von uns Hilfe beim Einkaufen, Reinigen und werden sozial betreut.“ Darüber hinaus sei geplant, einen sogenannten Sicherstellungsvertrag mit einem ambulanten Pflegedienst abschließen, damit die pflegerische Unterstützung der Bewohner garantiert ist.

„Die Nachfrage nach solchen Wohnplätzen ist in Espenau groß“, sagt Olbrich, der mit Werk-Hilfe bereits an der Goethestraße Wohnungen für Demenzkranke und Menschen mit erhöhtem Pflegebedarf sowie die Begegnungsstätte „Café am Seerosenteich“ betreibt.

Wenn alles klappt, will Olbrich nach aktuellem Stand bereits im Spätherbst mit dem Abriss an der Kasseler Straße beginnen. Baubeginn könnte dann im Frühjahr 2018 sein. Stilistisch würden sich die Neubauten an die örtliche Bebauung in Hohenkirchen anpassen, versichert Olbrich.

Wie viel Geld Werk-Hilfe an der Kasseler Straße investieren will, darüber konnte der Vorsitzende noch keine Angaben machen. Fest steht nur: „Wir werden uns um finanzielle Fördermittel vom Land und von Stiftungen bemühen“.

Werkstatt-Inhaber Friedhelm Waldeck bestätigt die Pläne. Entsprechende Vorverträge seien bereits unterschrieben. Ob er seine Firma an einem anderen Standort wiedereröffnen wird oder sein Geschäft aufgibt, wenn der Verein das Grundstück übernimmt, darüber sei noch keine Entscheidung gefallen, sagt Waldeck im Gespräch mit unserer Zeitung.

Vorstellung im Parlament

Olbrich wird am Montag, 27. März, die Pläne den Gemeindevertretern vorstellen. Die öffentliche Sitzung findet im Vereins- und Gemeindehaus Wickehof, Immenhäuser Straße 5, statt. Beginn ist um 19 Uhr.

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