Anschub von der Denkmalpflege: Vermietung schon nächstes Jahr möglich

Mönchshaus in Espenau: Sanierung auf der Zielgeraden

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Sanierung läuft: Das Mönchshaus in Mönchehof ist eingerüstet, um die Fassade zu erneuern. Läuft alles glaatt, soll das markantre Bauwerk im nächsten jahr genutzt werden können.

Espenau. Das Mönchshaus in Espenau wird saniert. Die Arbeiten am ältesten Gebäude von Mönchehof gehen jetzt auf die Zielgerade.

Noch steht das Gerüst und klaffen Spalten in der Fassade, ist viel an Decken und Balken im Innern des ältesten Gebäudes von Mönchehof zu tun. Doch schon nächstes Jahr könnten die Sanierungsarbeiten abgeschlossen und das Haus vermietet werden, wenn denn die erwarteten Zuschüsse fließen.

Das hofft zumindest Hans-Dieter Baller, Bauingenieur und Vorsitzender des gemeinnützigen Fördervereins Denkmalpflege Mönchshaus, der die marode Immobilie erworben hat.

Der Verein hatte 2010 seine Rettungsaktion für das verfallende Gebäude gestartet. Damals ging es erst einmal nur um die Bestandssicherung. Auf Initiative der Grünen gab die Gemeinde Espenau einen Zuschuss von 20.000 Euro , der Landkreis 10.000 Euro.

Das war die Voraussetzung dafür, dass sich auch die Denkmalpflege mit 40.000 Euro an den Kosten beteiligte. Dadurch konnte der Dachstuhl instandgesetzt und ein Teil der Fassade repariert werden.

Doch nach der Kostenschätzung des Vereins wird die gesamte Sanierung 230.000 Euro kosten, nicht eingerechnet die Eigenleistung, die die Mitglieder auf der Baustelle erbringen.

Anschub erwartet sich Baller von erneuten Zuschüssen in fünfstelliger Höhe des Landesamts für Denkmalpflege sowie einer Stiftung in diesem Frühjahr. Auch die Gemeinde ist für die weitere Finanzierung gefragt. Sie hat 10.000 Euro im Haushalt reserviert.

Der Betrag gehört zu den sogenannten Komplementärmitteln, die der Verein nachweisen muss, um an Denkmalpflegemittel zu kommen. „Dieser Betrag wird vom Landesamt praktisch verdreifacht“, sagt Baller.

Allerdings hat die Gemeindevertretung jüngst auf Betreiben der Freien Wähler (FWG) die Bremse angezogen: Der gemeindliche Zuschuss soll so lange gesperrt bleiben, bis sich die Gemeindevertreter vor Ort ein Bild von den Sanierungsfortschritten gemacht haben.

Als nächstes stehen der Keller und die Fenster an. Vor die alten Fenster sollen Fensterrahmen mit moderner Wärmeschutzverglasung gesetzt werden. Außerdem muss die Außentreppe instandgesetzt werden.

Auch im Innern wartet noch Arbeit. Zimmerdecken müssen erneuert, Haustechnik muss installiert werden. Wenn alles glatt läuft, werde man nächstes Jahr mit der Vermarktung beginnen.

Am liebsten würde Baller Büroräume vermieten. Das habe den Vorteil, dass keine aufwändigen Sanitäranlagen benötigt würden. Gewinn dürfe der Verein nicht machen, betonte der Bauingenieur. Die Mieteinnahmen würden ausschließlich für den langfristigen Erhalt des Mönchshauses verwendet.

Von Peter Dilling

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