Espenau will Immobilie an privaten Investor veräußern

Gebäude mit Gemeindebücherei soll verkauft werden

Renovierungsbedürftig: In dem Haus an der Bahnhofstraße 22 bis 24 in Espenau-Mönchehof gibt es neben der Gemeindebücherei auch sieben Mietwohnungen. Foto:  privat / nh

Espenau. Die Gemeinde Espenau will sich von einer ihrer Immobilien trennen. Das Haus an der Bahnhofstraße 22 bis 24 im Espenauer Ortsteil Mönchehof soll verkauft werden.

Im Gebäude ist auch die Gemeindebücherei untergebracht. Grund für den Verkauf: Die Instandhaltung und Renovierung des Objektes sind laut Bürgermeister Carsten Strzoda zu teuer und deshalb unwirtschaftlich.

Die Gemeindevertreter haben dem zugestimmt und während ihrer Sitzung am Montagabend den Gemeindevorstand damit beauftragt, die Arbeiten für den Verkauf der Immobilie an einen privaten Investor zu übernehmen. Bevor die Immobilie endgültig veräußert werden darf, muss das Parlament allerdings noch einmal in einem gesonderten Beschluss dem Verkauf zustimmen.

Vor der Abstimmung hatte es teils hitzige Diskussionen gegeben. Denn in dem Haus an der Bahnhofstraße ist auch die Gemeindebücherei untergebracht. Sie gilt mittlerweile als einziger zentraler Treffpunkt im Ortsteil. Denn das Bürgereck Mönchehof ist geschlossen - bislang konnte die Gemeinde keinen Pächter für die Gaststätte an der Mehrzweckhalle finden. „Die Gemeindebücherei soll nicht geschlossen werden und vorerst in dem Gebäude bleiben“, versuchte Bürgermeister Carsten Strzoda die Bedenken der Grünen Liste Espenau (GLE) und der Freien Wähler Gemeinschaft (FWG) zu entkräften.

Der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) hatte bereits in der Woche vor der Gemeindevertretersitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit über den Verkauf beraten. Der HFA empfahl dem Parlament am Montagabend, auf die öffentliche Ausschreibung der gemeindeeigenen Liegenschaft zu verzichten. Daraufhin stellte Mario Longobardi von der Freien Wähler Gemeinschaft (FWG) einen Änderungsantrag, um die öffentliche Ausschreibung doch noch zu forcieren, allerdings ohne Erfolg. Auch ein Antrag der Grünen Liste Espenau (GLE) fand keine Mehrheit im Parlament. Theo Grimm hatte dafür geworben, das Thema noch einmal im HFA zu diskutieren und eine Wirtschaftlichkeitsrechnung in Auftrag zu geben. Schließlich habe die Gemeinde Mieteinnahmen, die durch einen Verkauf der Immobilie wegfallen würden.

Karsten Schmackes (SPD) und Gerit Langhans (CDU) gaben während der Diskussion zu bedenken, dass die Immobilie an Wert und Attraktivität verliere, je länger mit dem Verkauf gehadert werde.

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