Schneller als angekündigt

Schluss mit duschen im Container: In Espenau fließt wieder warmes Wasser

Hat seine Duschen im Fitnessclub zur Verfügung gestellt: Markus Leimbach.

Espenau. Entweder kalt duschen oder waschen im Container: Zwischen diesen beiden Alternativen mussten die Espenauer tagelang wählen. Tagelang mussten sie auf warmes Wasser verzichten. Der Grund: Die Bauarbeiten an den Nahwärmehauptleitungen der EAM.

Bereits am Dienstagnachmittag wurde wieder Wasser in die Hauptleitungen gespeist. Am Abend waren dann alle 135 betroffenen Haushalte wieder mit warmen Wasser versorgt.

„Jetzt können alle wieder warm duschen“, sagte Projektleiter Andreas Wehling.

Gemeinsam mit EAM-Sprecher Steffen Schulze freute sich Wehling darüber, dass die Arbeiten schneller als angekündigt erledigt werden konnten. Angesetzt waren ursprünglich bis zu fünf Tage. Maximal 27 Haushalte hätten für diesen Zeitraum im schlimmsten Fall kein warmes Wasser bekommen. Die anderen Betroffenen wären schon vorher wieder versorgt worden.

Die EAM hatte als Ausweichmöglichkeit einen Duschcontainer aufgestellt. Doch der wurde kaum genutzt. Stattdessen wichen einige Anwohner auf den Fitnessclub Multipoint an der Heinestraße aus.

Dessen Betreiber Markus Leimbach hatte nach der Berichterstattung in der HNA über die Gemeinde Espenau ein Arrangement mit der EAM getroffen, nach dem die Anwohner ohne warmes Wasser bei ihm duschen konnten. Dafür erhielt Leimbach einen kleinen Obolus.

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Doch nun bekommen alle Haushalte schon nach zwei Tagen Bauzeit wieder warmes Wasser. Das sei einer guten Planung und Vorbereitung zu verdanken. Ganz besonders aber auch den betroffenen Bewohnern an den Kreuzungsbereichen Thüringer Straße / Imster Ring 1, Imster Ring / Wolfgang-Klee-Weg sowie Imster Ring / Schillerstraße. Denn alle hätten pünktlich zu Beginn der Arbeiten ihre Heizungsversorgung vom Netz getrennt. So seien die Rohre leer gewesen und die Arbeiten hätten sofort beginnen können. „Unsere Kunden haben sich wirklich vorbildlich verhalten. Dafür sind wir sehr dankbar“, sagte Schulze.

Bei den Arbeiten wurden auf etwa vier Kilometern Netzlänge zusätzliche Absperrarmaturen eingebaut. Dazu wurden an mehreren Stellen Ventile in die vorhandenen Leitungen eingebaut. Das hat den Vorteil, dass das zuvor zusammenhängende Netz zukünftig bei Bedarf in Teilstücken abgesperrt werden kann.

Versorgung sichern 

Kaum genutzt: Der Duschcontainer ist eng und wenig einladend. Foto: Schräer

„Sollte es jetzt zu einem Schadensfall kommen, sind nicht mehr alle ans Netz angeschlossenen Haushalte betroffen, sondern nur noch diejenigen, die mit der jeweiligen Sektion verbunden sind“, erklärte Projektleiter Wehling. Die Möglichkeit, einzelne Bereiche abzusperren, diene also vor allem der Versorgungssicherheit der Kunden. Zudem könnten etwaige Arbeiten schneller erledigt werden.

Insgesamt zehn Absperrarmaturen wurden eingebaut. Damit ist das Netz jetzt in fünf Sektionen aufgeteilt. Die Investitionskosten betrugen laut EAM-Sprecher Schulze 40.000 Euro. In den kommenden Tagen werden die fünf Baugruben geschlossen und gepflastert. Sichtbar sind dann nur noch die Straßenklappen, über die die Ventile künftig mit einem Schlüssel zugedreht werden können.

Von Nicole Schippers

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