Wiedereröffnung der Kirche Hohenkirchen erst im Sommer

Führung durch die Baustelle: Diplom-Ingenieur Jürgen Schimmelpfeng vom Büro Müntinga und Puy (links) erläuterte Pfarrer Holger Herrmann (vorn Mitte) und den Mitgliedern des Kirchenvorstands das Beleuchtungskonzept für das Gotteshaus. Fotos: Dilling

Espenau. Zwei Jahre sollte die 900 Jahr alte Kirche von Hohenkirchen während der umfassenden Sanierung eine Baustelle sein. Diese Zeit ist fast um. Doch die für Pfingsten geplante Wiedereröffnung ist nicht zu halten.

Neuer Eingang: Die Doppeltür aus Aluminium wurde bereits eingesetzt. Sie soll von außen einen Bronzebeschlag erhalten.

Den Termin hat der Kirchenvorstand nach einer Baustellenbesichtigung auf Anraten des beauftragten Architekturbüros Müntinga und Puy aus Bad Arolsen kassiert. Es wird wahrscheinlich Juli werden, bis das sanierte Gotteshaus eingeweiht werden kann. Pfarrer Holger Hermann wird eine bereits für den 5. Juli geplante Trauung wohl absagen müssen.

Vor dem Pfingsttermin hatte sich bereits die Hoffnung zerschlagen, schon Ende April mit der Baustelle durch zu sein. Schlechtes Wetter, Krankheitsfälle und lange Lieferzeiten für bestimmte Einrichtungsgegenstände verzögern die Arbeiten. Mit den veranschlagten Kosten von 950 000 Euro liege man aber im Plan. „Das sieht gut aus“, sagte Bernd Mey vom Büro Müntinga und Puy gegenüber der HNA.

Bequem ins Gotteshaus 

Der Aufzug, mit dem Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer künftig an der Rückseite der Kirche bequem in das Gotteshaus gelangen können, werde sogar ein gutes Stück preiswerter als die veranschlagten 40 000 Euro. Der Betonkäfig für den Aufzug ist bereits fertig.

Ansonsten sind jedoch noch zahlreiche Etappen zu bewältigen. Zuletzt wurde der Kirchenboden mit Estrich ausgegossen, dieser muss bis zu fünf Wochen trocknen, damit anschließend das Parkett aus Eichenhirnholz verlegt werden kann. Auch die Verglasung der Empore im hinteren Bereich, der als Winterkirche fungieren soll, fehlt noch.

Der neuen, nach hinten verlegten Eingangstür fehlen noch die Verkleidungen und Beschläge, die an der Außenrseite in edler Bronze ausgeführt werden sollen. Im Keller, wo Sanitärräume und Küche Platz finden, ist noch viel zu tun. Der Kirchenvorstand überlegt noch, ob die Fliesenarbeiten in Eigenleistung ausgeführt werden können.

Am ehesten bekommt man mit einem Blick an die Decke einen Eindruck davon, wie schön und hell die Kirche werden wird. Die Verkleidung aus Weißtannenholz ist fertig. Der Kirchenvorstand beschloss, ein variables Beleuchtungssystem aus abgehängten Lichtleisten und Strahlern installieren zu lassen, für Gesamtkosten von gut 30 000 Euro.

Während der Baustellenzeitplan hinterherhinkt, ist das selbst gesteckte Mindestspendenziel von 140 000 Euro (inklusive zahlreicher Eigenleistungen) bereits erfüllt, dank des eifrigen „Trommelns“ des Förderkreises der Kirche, der auch mit vielen Veranstaltungen ordentlich Spenden in die Kasse holte.

Pfarrer Hermann hofft, dass die Spendenbereitschaft anhält. Schließlich müssten noch die Prinzipalgegenstände für den Altarraum neu gekauft werden und auch die lange, steile Haupttreppe zur Kirche müsse dringend saniert werden.

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