Nach Ende der Amtszeit 2014

Versorgungskasse übernimmt Pension von Bürgermeister Wielert

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Noch zwei Jahre, dann ist Schluss: 2014 wird Bürgermeister Michael Wielert (kleines Foto) seinen Schreibtisch in der Espenauer Gemeindeverwaltung räumen.

Espenau. Seine finanzielle Versorgung sei „komfortabel geregelt“, erklärte Espenaus Bürgermeister Michael Wielert (SPD) ganz offen nach der Ankündigung, 2014 mit 52 Jahren nicht mehr für eine dritte Wahlperiode zu kandidieren. Damit liegt er nicht falsch.

Denn der Gesetzgeber hat die Pension für Bürgermeister im Vergleich zu Otto Normalverbraucher großzügig geregelt. Das hat sich schon 2008 gezeigt, als Ahnatals Bürgermeisterin Regina Heldmann (SPD) mit damals 50 Jahren abgewählt wurde. Was für die Gemeinde Espenau wichtig ist: Sie muss die Kosten der Pension für ihren scheidenden Verwaltungschef nicht direkt übernehmen. Denn über ein Umlagesystem zahlt die Gemeinde Espenau in die Beamtenversorgungskasse ein. Dafür übernimmt diese dann später die Pension für den Bürgermeister.

Konkret heißt das nach Informationen der HNA: Wielert, der in der Besoldungsstufe A  16 rangiert, bekommt als Verwaltungschef der 5000-Seelen-Gemeinde Espenau pro Monat 5972,17 Euro brutto. Plus einige Zulagen liegt er bei etwas über 6000 Euro brutto. Davon bekommt er nach HNA-Informationen 58 Prozent als Pension.

Ähnlich lag der Fall 2008 bei der Ahnatalerin Regina Heldmann. Auch sie hatte zwölf Jahre als Bürgermeisterin absolviert, wurde in der gut 8000 Köpfe zählenden Gemeinde nach A  16 bezahlt, bevor sie ihren Posten in der Wahl an den CDU-Mann Michael Aufenanger verlor. Mit ihrer Zeit als Beamtin beim Regierungspräsidium kam sie - ähnlich wie Wielert - auf zusammen 35 Jahre Amtszeit. Mit einem Unterschied: Heldmann bekam damals noch 73 Prozent des Gehalts als Pension. Heldmann hat sich danach zur Ruhe gesetzt.

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- Wielert tritt 2014 nicht mehr an

Wielert hatte in der jüngsten Gemeindevertretersitzung - für viele überraschend - bekannt gegeben, dass er nach Ende seiner zweiten Amtsperiode nach dann zwölf Jahren in der Espenauer Gemeindeverwaltung nicht mehr für den Posten des Verwaltungschefs kandidieren wird. Bei den zwei Wahlen zuvor hatte Wielert seine CDU-Gegenkandidaten jeweils mit Stimmenergebnissen von über 70 Prozent geschlagen.

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