Gemeindevertretung fasst Beschluss über Teilstück des Festplatzes und Objekt in der Bahnhofstraße

Espenau verkauft Mehrfamilienhaus

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Heimat der Gemeindebibliothek und sieben Mietwohnungen: Das Gebäude an der Bahnhofstraße 22 bis 24 soll verkauft werden. 

Espenau. Ein Teil des ehemaligen Festplatzes Mönchehof wird verkauft. Diesen Beschluss fasst die Gemeindevertretung bei ihrer letzten Versammlung.

Vor dem Beschluss aber gab es noch regen Diskussionsbedarf. Jörg Tiemann (Grüne Liste Espenau) ärgerte, dass das zu verkaufende Grundstück nicht an den Besitzer im Norden angeschlossen werde. „So bleibt ein breiter Streifen frei“, meinte Tielemann. Damit würde man aber dem Wunsch des Käufers entsprechen, entgegnete Bürgermeister Carsten Strzoda (parteilos). „Zudem müssen wir eine Wendemöglichkeit schaffen, da wir davon ausgehen, dass es dort Lkw-Verkehr geben wird. Und wir können es niemandem zumuten, den ganzen Weg mit dem Lkw rückwärts zurückzulegen“, so der Bürgermeister.

Für Tiemann war die Antwort aber noch nicht ausreichend. „Das hat doch eine Zersplitterung des Gewerbegebiets zur Folge. Es sollte noch eine zusammenhängende Restfläche geben“, regte Tiemann an. Strzoda aber erklärte, dass noch eine zusammenhängende Restfläche von über 1000 Quadratmeter zur Verfügung stünde. „Zumal der Festplatz über Jahre unbebaut war. Wir müssen einfach auf die Begebenheiten reagieren“, meinte der Bürgermeister. Das Votum von 19 Ja-Stimmen und drei Enthaltungen bestätigte Strzoda in seiner Meinung.

Deutlich mehr Diskussionsbedarf gab es dann noch mal beim Thema Bahnhofstraße 22 bis 24. Das Gebäude, in dem auch die Gemeindebibliothek untergebracht ist, soll verkauft werden. Die Instandhaltungskosten und die nötige Renovierung machen das Gebäude unwirtschaftlich. Die Bibliothek soll aber auch nach dem Verkauf weiter in dem Gebäude ein Zuhause finden.

Für etwas Verwirrung vor der Abstimmung sorgte ein Änderungsantrag der Gemeindevertretung. Denn in der vergangenen Woche war noch ein neues Angebot für die Immobilie eingegangen. Theo Grimm von der Grünen Liste Espenau (GLE) sprach sich nochmals gegen einen Verkauf aus. „Die Gemeinde hat soziale Verpflichtungen und muss auch sozial schwächeren Familien eine Chance geben“, erklärte Grimm und warf der Gemeinde vor, das Gebäude unter Wert zu verkaufen. „Es ist offenkundig, dass es unter Preis war, wenn derselbe Bieter jetzt noch mal das Angebot erhöht.“

Anders sah das Gerrit Langhans (CDU). „Das Gebäude wird nicht unter Wert verkauft. Der Verkauf entspricht dem Ertragswert“, so der Fraktionsvorsitzende.

Auch vonseiten der SPD gab es Zustimmung für den Verkauf. „Wenn das Konzept eines Bieters stimmig ist, kann das Objekt auch privat erworben werden“, so Schmacke. Zudem würde man damit verhindern, dass das Objekt verkomme.

Wilfried Reh (Freie Wähler) rief nochmals in Erinnerung, dass man seit zehn Jahren über den Verkauf diskutiere. „Ich halte die Konditionen für in Ordnung. Die letzten Zweifel sind beseitigt“, so Reh.

So sahen es auch die Gemeindevertreter, die mit deutlicher Mehrheit dem Verkauf zustimmten.

Von Max Seidenfaden

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