Beschluss in Gemeindevertreter-Sitzung

Espenauer Parlament löschte Hitlers Ehrenbürgerschaft

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Kein Ehrenbürger mehr: Die Gemeindevertreter löschten Adolfs Hitlers Ehrenbürgerschaft von 1934.

Espenau. Einen symbolischen Akt nahmen die Espenauer Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Montagabend im Wickehof vor: Sie beschlossen ohne Diskussion einstimmig, Adolf Hitlers Ehrenbürgerschaft aus dem Jahr 1934 zu löschen.

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Ein symbolischer Akt deswegen, weil mit dem Tod des Ehrenbürgers die Ehrenbürgerschaft schon automatisch erloschen war.

Der symbolische Akt könnte auch eine positive praktische Folge haben: Denn es wurde angeregt, sich mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Mönchehofs und Hohenkirchens zu befassen und die Ergebnisse in einer Ausstellung zu dokumentieren. (swe)

Hintergrund: Hitler in 4000 Städten und Gemeinden Ehrenbürger

Die Diskussion über die Aberkennung der Ehrenbürgerwürde für Adolf Hitler in Helsa rückte eine Zahl in den Blickpunkt: Rund 4000 Städte und Gemeinden in Deutschland haben den NS-Diktator zum Ehrenbürger ernannt. Auch Kassel hat Hitler 1933 die Ehrenrechte verliehen. Obwohl die Ehrenbürgerschaft formal mit dem Tod endet, haben die meisten Kommunen die Ehrung nach dem Krieg zurückgenommen. In Kassel wurden Hitlers Ehrenrechte 1946 gelöscht. Die Anfrage, ob auch das Stadtparlament diese Position bezogen hat, konnte die Verwaltung nicht beantworten. Einige Kommunen in der Region haben sich allerdings erst spät mit dem Thema beschäftigt - wie jetzt auch Espenau. So hat Hann. Münden die Ehrenbürgerschaft erst 2008 aberkannt. (pdi/swe)

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