Info-Veranstaltung: Energiegenossenschaft Söhre wird nach Ostern gegründet - Neben Privatpersonen auch Unternehmen beteiligt

Ab 100 Euro sind die Bürger dabei

Initiatoren und Unterstützer: Im Löwenhof in Lohfelden informierten (von links) Christian Kulpe (Raiffeisenbank Baunatal), Thorsten Ebert (Städtische Werke), Jochen Johannink (Kasseler Sparkasse), Michael Hohmann (Raiffeisenbank Baunatal), Siegmund Laufer (Eon Mitte Wärme), Thomas Keil (Eon Mitte), Bürgermeister Dieter Lengemann (Fuldabrück), Bernhard Brauner (GenoPortal), Bürgermeister Michael Reuter (Lohfelden) und Bürgermeister Michael Steisel (Söhrewald). Foto: Helga Kothe

Lohfelden/Söhrewald/Fuldabrück. Die Gründung der Bürger-Energiegenossenschaft Söhre soll im ersten Halbjahr 2012 über die Bühne gehen. Das kündigte Michael Reuter (SPD), Bürgermeister der Gemeinde Lohfelden, bei einer Informationsveranstaltung in Lohfelden an. Die geplante Genossenschaft will möglichst viele Bürger aus den Gemeinden Lohfelden, Söhrewald und Fuldabrück am Ausbau erneuerbarer Energien beteiligen.

Neben Bürgern sollen auch Unternehmen eingebunden werden. Die Energieversorger Eon Mitte und Städtische Werke Kassel sowie die Kasseler Sparkasse und die Raiffeisenbank Baunatal haben ihre Unterstützung zugesagt.

Die Genossenschaft soll sich unter anderem mit dem Betrieb von Fotovoltaik- und Windkraftanlagen beschäftigen und Unterstützung beim Betreiben privater Anlagen geben.

Viele der 150 Besucher der Informationsveranstaltung im Löwenhof bekundeten bereits ihr Interesse und trugen sich in eine Liste ein.

Die Gründungsversammlung soll unmittelbar nach den Osterferien stattfinden, sagte Bernhard Brauner vom Gründungs- und Kompetenzzentrum Genossenschaften GenoPortal in Neu-Isenburg, der das Vorhaben in der Söhre begleitet.

In einer weiteren Versammlung soll dann den Bürgern das Konzept der Genossenschaft vorgestellt und die Möglichkeit gegeben werden, Anteile zu zeichnen. Angedacht ist laut Brauner eine Mindesteinlage von 100 Euro. Denkbare Projekte in den Gemeinden, an denen sich die Bürger-Genossenschaft beteiligen könnte, stellten Siegmund Laufer, Geschäftsführer der Eon Mitte Wärme GmbH, und Dr. Thorsten Ebert, Vorstand der Städtischen Werke Kassel, vor.

Eon bietet die Möglichkeit der Beteiligung an zwei Fotovoltaikanlagen auf den Schaltstationen in Lohfelden und Eiterhagen mit 14 beziehungsweise 7,4 Kilowatt-Peak (kwP) Spitzenleistung, die Ende April ans Netz gehen werden. Weitere Projekte würden derzeit geprüft, sagte Siegmund Laufer. Die Städtischen Werke Kassel planen, auf dem höher gelegenen Waldgelände am Warpel zwischen Lohfelden und Fuldabrück einen Windpark mit vier Anlagen der 3-Megawatt-Klasse in Betrieb zu nehmen. Sie könnten 2014 ans Netz gehen, sagte Thorsten Ebert. Die regionalen Energieversorger sehen sich in der Verantwortung, Schritte zur Energiewende zu unterstützen. „Wir wollen Bürgern eine Plattform bieten, an der Energiewende teilzuhaben“, sagte Laufer. Eon Mitte habe in den vergangenen zwei Jahren sechs Genossenschaften mit Projekten unterstützt.

„Wir erleben gerade einen Systemwechsel. Die Zukunft ist dezentral und erneuerbar“, sagte Thorsten Ebert. „Wir wollen diese Ziele fördern und die Bürger aktiv beteiligen.“ (pke) HINTERGRUND

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