Jugendcamp mit Baunatals Partnerstädten hat viele neue Freundschaften geknüpft

Internationales Jugendcamp mit Teilnehmern aus vier Nationen

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Sie arbeiteten Hand in Hand: Daniela, Eva (Vrchlabi), Maria (San Sebastian), Kristina (Vrchlabi), Hector (San Sebastian, vorn von links) und die übrigen Mitglieder des Workshops präsentierten zum Abschluss des Camps ihr knallbuntes Graffiti.

Baunatal. „Quatre Paises arbeien spolu - Vier Länder arbeiten zusammen.“ Dieser Satz wurde von Jugendlichen an die Fassade des Baunataler Jugendzentrums als Graffiti geschrieben.

Er könnte zugleich das optimistische Schlusswort zum internationalen Jugendcamp sein. Das Treffen von Jugendlichen aus Baunatals Partnerstädten ist am Freitagabend zu Ende gegangen.

Der Terminplan der 45 Jugendlichen aus Vrchlabi (Tschechien), San Sebastian de los Reyes (Spanien), Vire (Frankreich) und Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) und Baunatal war die Woche über vollgestopft mit Workshops, Spielen, Besichtigungen der documenta, Ausflügen zum Nationalpark am Edersee und Diskussionen. Viele neue Freundschaften wurden geknüpft, viel gemeinsam gelacht und gefeiert.

Doch die Krise Europas, hohe Staatsschulden, hohe Arbeitslosigkeit in einer Reihe von Ländern, ging an dem fröhlichen Camp nicht spurlos vorbei. Jugendliche aus San Sebastian und Vrchlabi berichteten beispielsweise davon, wie sehr sie die hohe Jugendarbeitslosigkeit in ihrer Heimat bedrückt.

Bilder des Camps

Internationales Jugendcamp in Baunatal

Da muss jeder Einzelne mithelfen, dass Europa nicht auseinanderbricht. „Europe depends on you“ - Die Zukunft Europas hängt von dir selbst ab, hat einer der Workshopteilnehmer auf eine Wandzeitung geschrieben. Und wichtig ist auch, trotz der verschiedenen Kulturen eine gemeinsame Sprache zu finden. Das gelang den Jugendlichen schnell auf spielerisch Art, beispielsweise während eines internationalen Kochabends.

Europa darf trotz seiner drückenden Schulden nicht am falschen Ende sparen, meint Frank Grasmeier vom Jugendbildungswerk der Stadt Baunatal. Begegnungen junger Leute aus den Mitgliedsländern seien sehr wichtig. Er ist der EU dankbar, dass sie mit ihrem Programm „Jugend in Aktion“ und dem damit verbundenen Zuschuss von 16 500 Euro das Camp erst ermöglicht hat. Das Förderprogramm laufe aber 2013 aus. „Es ist nicht klar, ob es fortgeführt wird“, sagt Grasmeier. Er hofft, dass Brüssel einsieht, wie wichtig diese Zuschüsse sind. Schon jetzt habe die Stadt San Sebastian wegen ihrer Finanznot Mühe, die Jugendförderung im gewohnten Maß aufrechtzuerhalten.

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