Neuenhagen-Gelände in Heiligenrode soll versteigert werden – Wert: 1,2 Mio. Euro – Einkaufszentrum denkbar

Ex-Autohaus kommt unter den Hammer

Kommt unter den Hammer: Ende des Monats soll das ehemalige Autohaus Neuenhagen in Niestetal-Heiligenrode vor dem Kasseler Amtsgericht zwangsversteigert werden. Foto: Stier

Niestetal. Das Gelände des ehemaligen VW-Autohauses Neuenhagen in Heiligenrode ist von einem Gutachter auf einen Wert von 1,18 Millionen Euro taxiert worden. Das Gutachten wurde mit gut einem halben Jahr Verzögerung Mitte September vorgelegt.

Das berichtete Gudrun Hasenpflug von der Kasseler Bank auf HNA-Anfrage. Hasenpflug leitet bei dem Geldinstitut den Bereich Abwicklung und Sanierung.

Das Wertgutachten muss jetzt noch amtlich festgestellt werden, damit es Rechtskraft erlangt. Das dauere in der Regel vier Wochen, erläuterte Gudrun Hasenpflug. Sie rechnet damit, dass Ende Oktober/Anfang November vor dem Amtsgericht Kassel der erste Termin zur Zwangsversteigerung der Immobilie in Heiligenrode über die Bühne gehen kann.

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„Ich bin optimistisch, dass das Objekt schon beim ersten Termin verkauft werden kann“, sagte Hasenpflug. Die Kasseler Bank ist Gläubigerin nach der Pleite des Autohauses und naturgemäß daran interessiert, das Sahnestück in zentraler Lage von Niestetal zu einem möglichst guten Preis unter den Hammer zu bringen.

Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Nach Aussage der Bankerin gibt es „mehr als eine Handvoll“ interessierter Investoren. Die meisten würden die Pläne für ein Einkaufszentrum weiterverfolgen.

Kein Autohaus mehr

Ausgeschlossen ist es laut Hasenpflug, dass an dieser Stelle wieder ein Autohaus eröffnet: „Das war ein Sondernutzungsgebiet. Weil dieses Recht so viele Jahre nicht genutzt wurde, ist es nun erloschen.“

Die vorhandenen Gebäude würden vom neuen Investor vermutlich komplett abgerissen. Auf Altlasten zu stoßen, sei unwahrscheinlich. Zwei Gutachten hätten ergeben, dass es im Bereich der ehemaligen Lackiererei geringfügige Belastungen gebe, die aber bei einem Neubau komplett beseitigt würden.

Das Areal sei vor dem Bau des Autohauses ein reines Wohngebiet gewesen. Mit bösen Überraschungen sei daher nicht zu rechnen.

Von Thomas Stier

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