Experte: Fluglärm von Kassel-Calden hält sich für Espenauer in Grenzen

Bald bebaut: Anmeldungen für die sechs Bauplätze im neuen Baugebiet „Im Lerchenweg“ am Feldscheideweg in Mönchehof liegen der Gemeinde schon vor. Archivfoto: Sommerlade/nh

Espenau. Auch für die Espenauer wird es nach Inbetriebnahme des neuen Flughafens Kassel-Calden Lärmbelästigungen geben, erklärte am Montag die Lärmschutzkommission bei der Vorstellung der zukünftigen Flugrouten. Das sorgte in der Espenauer Verwaltung für helle Aufregung.

Hatte man doch gerade zwei neue Baugebiete mit zusammen 24 Plätzen ausgewiesen und fürchtet jetzt um die Attraktivität der Areale in Hohenkirchen und Mönchehof.

Am Dienstag gab Dr. Ullrich Isermann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen jedoch Entwarnung: „Das ist auf jeden Fall unkritisch.“ Komme ein Flugzeug, müsse man dort bei einer Unterhaltung „nicht einmal die Stimme heben“.

Beträgt die prognostizierte Lärmbelastung direkt unter der Flugroute kurzfristig 75 bis 80 Dezibel (das entspricht etwa dem Geräusch eines vorbeifahrenden Autos oder dem eines Rasenmähers), liegt sie bei den Baugebieten nur noch bei rund 60 Dezibel, rechnet Isermann vor. Das entspricht etwa der normalen Gesprächslautstärke. Sein Fazit: „Die Bürger brauchen sich nicht zu beunruhigen.“

Auch Espenaus Erster Beigeordneter Ralf Noll (SPD) ist „heilfroh, dass es gelungen ist, die belastende Route direkt über Espenau zu vermeiden“. Denn der „direkte Überflug hätte für unseren Ort katastrophale Folgen gehabt“, sagte er gegenüber der HNA.

Von Stefan Wewetzer

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