Verpuffung bei VW in Baunatal - zwei Mitarbeiter leicht verletzt

Baunatal. Zwei Mitarbeiter des VW-Werks Kassel in Baunatal wurden am Freitag bei einer Verpuffung in der Gießerei leicht verletzt.

Das teilte VW-Sprecher Rudi Stassek auf Anfrage mit. Der Knall der Explosion war über weite Teile des Werksgeländes und im Umland zu hören. Die Verpuffung habe es in der Schmelze der Gießerei gegeben, so Stassek. Dabei sei heißes, flüssiges Aluminium ausgetreten. Durch Aluminiumspritzer seien die beiden Mitarbeiter verletzt worden.

Aufgrund von Verbrennungen durch das heiße Material seien sie anschließend ins Krankenhaus gebracht worden. Der Unfall passierte nach Auskunft des Sprechers beim Befüllen eines oben offenen Schmelzofens mit Aluminiumschrott. „Die Verpuffung wurde entweder durch verschmutztes Material oder eine Flüssigkeit ausgelöst“, so Stassek. Genau lasse sich das aber nicht mehr klären. Verletzt wurde der Mitarbeiter, der den Ofen mit Hilfe eines Gabelstaplers befüllte sowie ein zufällig an dem Ofen vorbeikommender Beschäftigter.

Ein Feuer sei nicht ausgebrochen, so Stassek. Die Produktion lief bereits wenige Minuten nach der Verpuffung wieder. Nach dem Unfall sei bei VW das gesamte Notfallprogramm in Gang gesetzt worden, so der Sprecher weiter. „Unser Notarzt und die Werkfeuerwehr waren komplett im Einsatz.“ Allerdings sei die Verpuffung nicht so heftig gewesen, dass Scheiben in dem Produktionsbereich kaputt gegangen sind. Nach Angaben von Kassels Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch überprüften gestern nachmittag Mitarbeiter des Amtes für Arbeitsschutz des Regierungspräsidiums die Unfallstelle.

Der Fall weckt Erinnerungen an einen Großbrand vom 13. Mai 2006. Damals waren 70 Tonnen Magnesiumschrott in Brand geraten. Hier die HNA vom 15. Mai 2006. Die Feuerwehr hatte damals große Mühe, die Flammen an den brennenden Metallteilen zu löschen. Der Lichtschein des Feuers im Werk 2006 war kilometerweit zu sehen. Verletzt wurde bei dem Großbrand damals niemand. In der Folge hatte die Werkleitung den Schrottplatz mit den Metallteilen umbauen lassen. Die Aluminiumteile lagern heute unter Dächern.

Von Sven Kühling

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