Aufbruchstimmung dank Landeszuschuss für Gewerbeansiedlung in Erler-Kaserne

Ausverkauf: Für diese ehemalige Bundeswehrhalle T1 wie für weitere gibt es bereits Interessenten.

Fuldatal. Beim Besuch des hessischen Wirtschaftsministers Dieter Posch (FDP) in der ehemaligen Fritz-Erler-Kaserne in Rothwesten waren am Dienstag Aufbruchstimmung zu spüren und nur fröhliche Gesichter zu sehen.

Denn Posch brachte Fuldatals Bürgermeisterin Anne Werderich (FDP) einen Förderbescheid über 2,4 Millionen Euro für den Aufbau der Infrastruktur des Gewerbeparks im früheren Technikbereich der Kaserne mit.

Zugleich wurde bekannt, dass voraussichtlich im September der Erschließungsvertrag zwischen der Gemeinde und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) in Kraft treten kann. Die Vereinbarung schafft Rechtssicherheit. Sie dürfte den Verkaufsverhandlungen mit weiteren gewerblichen Interessenten einen Schub geben.

„Der bereits vorliegende Vertragsentwurf ist im Prinzip praktisch unterschriftsreif“, sagte der Konversionsbeauftragte Georg Schedler gegenüber der HNA. Nach der Unterzeichnung muss die Fuldataler Gemeindevertretung das Vertragswerk noch absegnen. Der Zuwendungsbescheid des Landes sei für die Bima das Signal, eine bundesweite Vermarktungsaktion für die verbleibenden Objekte zu starten, kündigte Schedler an und ergänzte: „Wir gehen jetzt in die Offensive.“ Auch in der HNA wolle man die Grundstücke bewerben.

Minister Posch deutete bei seinem Besuch an, dass sich mit der von der Bundesregierung eingeläuteten Energiewende, dem Ausstieg aus der Atomenergie, für die Gemeinde Fuldatal zusätzliche Förderchancen ergeben könnten. Denn Berlin nehme die ehemaligen Kasernengelände nun als günstige Standorte für die erneuerbaren Energien in den Blick, sagte Posch. Solche Anlagen sind auf dem Erler-Gelände schon entstanden. Die Guxhagener Firma Lengemann hat eine Fotovoltaikanlage mit 24 Megawatt Leistung aufgebaut. Das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik baut dort gerade ein Testfeld auf, mit dem das Spannungs- und Lastmanagement der künftigen Stromnetze verbessert werden soll.

Trinkwasser fehlt

Die Gemeinde Fuldatal will noch dieses Jahr für über 2,2 Millionen Euro mit dem Ausbau der Trinkwasserversorgung und der Errichtung von Straßen im Gewerbepark beginnen. Bisher müssen sich die schon angesiedelten Betriebe das Wasser aus einem Hochbehälter holen.

Nach Auskunft des Wirtschaftsministeriums liegen für die Hälfte des 29 Hektar großen Areals des ehemaligen Technikbereichs der Bundeswehr bereits Kaufnachfragen aus unterschiedlichen Branchen vor. Insgesamt hoffe man dort auf 53 neue Arbeitsplätze. Ein Bebauungsplan für den Gewerbepark wird gerade aufgestellt. Weit schwieriger als der Technikbereich werden allerdings die ehemaligen Kasernengebäude, die teilweise sehr sanierungsbedürftig sind, an dem Mann zu bringen sein. (pdi)

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