Neujahrsbegrüßung: Bürgermeisterin Ursula Gimmler will mit Aktion ehrenamtliches Engagement fördern

40 Extra-Stunden zum 40. Geburtstag

Besonders engagiert: Gerhard Reitze (Mitte) wurde von Erstem Beigeordnetem Manfred Nehm und Bürgermeisterin Ursula Gimmler zum Ehrenortsvorsteher ernannt. Foto: Kühling

Schauenburg. Soziales Engagement stärken. Mit diesem Aufruf appellierte nicht nur Vizelandrätin Susanne Selbert sinngemäß bei der Neujahrsbegrüßung der Gemeinde Schauenburg an die 400 Gäste im Elgerhaus. Bürgermeisterin Ursula Gimmler wurde mit einem Vorschlag in gleicher Richtung konkret: Passend zum 40. Geburtstag der Gemeinde in diesem Jahr könnte jeder Bürger, jeder Verein, jede Institution 40 Stunden etwas tun – für das Gemeinwohl oder für einen einzelnen Menschen.

Mit ihrer Idee will die Bürgermeisterin zudem das Verständnis zwischen den Ortsteilen fördern. Die ehrenamtliche Arbeit solle sich möglichst nicht im gewohnten Umfeld entwickeln, „sondern in einem anderen Ortsteil, der uns vielleicht gar nicht so nah ist“. Gimmler: „Dies könnte dazu dienen, dass das Ortsteildenken dadurch wieder ein wenig an Gewicht verliert, denn das ist leider nach 40 Jahren immer noch relativ stark ausgeprägt.“

Einer, der sich weit über 40 Stunden für andere eingesetzt hat, wurde während des Empfangs besonders geehrt. Gerhard Reitze wurde zum Ehrenortsvorsteher von Martinhagen ernannt. Das Amt des Ortsvorstehers übte der heute 73-Jährige von 1997 bis 2011 aus. Gemeindevertreter war der Sozialdemokrat zuvor von 1972 bis 1997. Wenn es in Martinhagen etwas zu tun gab, Gerhard Reitze war mit von der Partie.

Applaus für Jugendwehr

Ehrenamtliches Engagement aus Martinhagen war noch einmal Thema beim Empfang. Mit viel Applaus bedacht wurden ganz junge Kräfte aus dem zweitkleinsten Ortsteil. Die Jugendfeuerwehr rage in ganz Hessen heraus, betonte Gimmler. In mehr als 40 Jahren sei sie mit nur zwei Jugendwarten ausgekommen, Horst Krägelius und Achim Bollerhey. Und: Die 24 Jungen und Mädchen seien bei Wettkämpfen besonders erfolgreich.

Schade nur, dass die jungen Brandschützer nicht auf die Bühne geholt wurden, das hätte dem Empfang sicher gut getan, weil nicht so viele Jüngere an diesem Abend im Elgerhaus zu sehen waren.

Trotz der knappen Finanzlage in Schauenburg stehe die Gemeinde nicht so schlecht da, sagte Gimmler. Ergänzend blickte sie auf die Dinge, die noch gestärkt werden sollen, vor allem der Tourismus.

Zurück zum 40. Geburtstag der Gemeinde: Im nächsten Jahr will Gimmler die Initiativen, die sich aus ihrer Idee für soziales Engagement entwickelt haben, dann beim Neujahrsempfang präsentieren. Christa Stiefel-Turko, Vorsitzende der heimischen Wirtschaftsvereinigung HG Leistungspartner, hat schon eine Idee: Maibaum-Aufstellung in Breitenbach, also in der Mitte der Großgemeinde, mit Erlös für einen guten Zweck.

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Von Sven Kühling

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