Angemerkt

Fachgerecht zerlegt - Peter Ketteritzsch über ein FDP-Schlachteessen

Peter Ketteritzsch

Der Appetit ist den Liberalen in Stadt und Landkreis Kassel trotz der Nulldiät(en), die die Wähler der FDP für die kommenden vier Jahre in Berlin verordnet haben, offenbar nicht vergangen. Sonst würden sie so kurze Zeit nach dem Debakel vom 22. September wohl kaum zum Schlachteessen einladen.

Bei Blut-, Brat- und Leberwurst, Sulperknochen und Gehacktem wollen sie in Calden über das ihnen schwer im Magen liegende Thema „Deutschland und Hessen nach der Wahl“ sprechen. Einige prominente Akteure der regionalen FDP erlebten in den vergangenen Wochen ja bereits mehrere Schlachtefeste, bei denen die Wähler, politische Gegner und Freunde und der für seine rhetorisch deftige Kost bekannte Hausmetzger Wolfgang Kubicki für die fachgerechte Zerlegung der Parteireste sorgten. Dabei wurden auch Blau-Gelbe aus Nordhessen ordentlich durch den Wolf gedreht.

Eine masochistische Ader wollen sich die FDP-Größen trotzdem nicht nachsagen lassen. Sie verstehen die Zusammenkunft wohl eher als symbolische Stärkung für die kommenden fünf Jahre im Landtag. Denn in Hessen haben sie es ja geschafft. Da sind die Diäten nicht das Problem. Gleichwohl hätten die Liberalen die Frage aller Fleischereifachverkäuferinnen wohl gern mit Ja beantwortet: „Darf es ruhig ein bisschen mehr sein?“

E-Mail an den Autor: ket@hna.de

Info: Das Schlachteessen findet am Freitag, 8. November, ab 19 Uhr, im Landgasthaus Koch in Calden statt. Anmeldung unter Tel. 0561/50617571.

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