Kaufunger Kommunalpolitiker Heinrich Klinge mit 81 Jahren gestorben

Fachwerk lag ihm am Herzen

Heinrich Klinge Archivfoto: Glass/nh

Kaufungen. Der Kaufunger Kommunalpolitiker Heinrich Klinge ist tot, er ist am Sonntag im Alter von 81 Jahren gestorben.

Mit Klinge verliert seine Heimatgemeinde einen hochverdienten Bürger, der sich über Jahrzehnte politisch engagiert hat. Für seine Verdienste wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Auch mit dem Titel Ehrengemeindevertretervorsitzender konnte er sich schmücken.

Durch seine Arbeit als Bauingenieur hat Klinge entscheidend dazu beigetragen, dass das Ortsbild Kaufungens mit seinen vielen Fachwerkhäusern erhalten geblieben ist. Sein Sachverstand war in der ganzen Region gefragt, seit 1978 wirkte er im Denkmalbeirat des Landkreises Kassel.

Klinge war in Kaufungen bekannt und beliebt. Von 1968 bis 1989 gehörte er als SPD-Vertreter dem Gemeindeparlament an, er war in vielen Ausschüssen und Kommissionen tätig.

Darüber hinaus war Klinge Mitglied in vielen Vereinen, unter anderem in der Awo und im Museumsverein. Im Förderverein der Stiftskirche saß er im Vorstand.

In den vergangenen Jahren hat er sich intensiv für die Sanierung des historischen Bauwerks eingesetzt und sein umfangreiches Fachwissen eingebracht.

Klinge war ein kulturell interessierter Mensch und großer Goethe-Fan. Der Kaufunger hat alles von dem großen Dichter gelesen und hinterlässt eine umfangreiche Bibliothek. Auf Goethes Spuren reiste er bis nach Sizilien.

Heinrich Klinge hinterlässt seine Ehefrau, zwei Töchter und sieben Enkelkinder.

Die Trauerfeier findet am Montag, 4. April, 11 Uhr in der Stiftskirche in Kaufungen statt, die Beisetzung auf dem Friedhof Oberkaufungen schließt sich an. (hog)

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