Vorsignal überfahren - System stoppte Zug

Fahrgäste saßen in Tram fest

Kassel/Ahnatal. Als Fahrgast des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) fühlt sich Wulf Rothhämel aus Ahnatal schlecht behandelt. Grund: Er steckte über eine Stunde in einer verschlossenen Tram fest.

Mit anderen Fahrgästen wollte der Ahnataler am Donnerstagmorgen mit der Regiotram (RT) 9 von Kassel nach Treysa fahren. Kurz hinter dem Bahnhof Grifte sei die Tram „nach mehrmaligem kurzen Anfahren“ stehen geblieben.

Der Fahrer habe per Lautsprecher mitgeteilt, dass auf der Strecke nach Felsberg eine Störung vorläge. Insgesamt 70 Minuten seien die Fahrgäste in der verschlossenen Bahn festgehalten worden. „Null Erklärung und die gegebene Info war auch noch falsch“, sagt Rothhämel. Denn während ihre Regiotram stand, „fuhren zahlreiche Züge in beiden Richtungen vorbei“.

Die RT 9 habe ein Vorsignal überfahren, sagt NVV-Sprecher Steffen Müller auf HNA-Anfrage. In diesem Fall habe der Zug und auch dessen Führer nicht weiterfahren dürfen. „Die hohen Sicherheitssysteme haben gegriffen.“ Dies sei wichtig, auch im Interesse der Fahrgäste.

Dass dies im vorliegenden Fall zu Unannehmlichkeiten geführt habe, „tut uns leid. Wir bitten um Verständnis“, sagt Müller. Der bittet die Fahrgäste über Internet auf www.nvv.de unter Stichwort 5-Minuten-Garantie, den Vorfall zur weiteren Überprüfung zu schildern. (mic)

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