Fuldataler Grüne: Mutter, Tochter und Sohn ziehen in Gemeindevertretung ein

Familie Leister sahnte ab

Für die Grünen aktiv: Charlotte (vorn), Jonas und Ute Leister konnten bei der Kommunalwahl besonders viele Stimmen sammeln. Foto: Sommerlade

Fuldatal. Die Grünen hatten nach der Kommunalwahl am vergangenen Sonntag vielerorts Grund zum Jubeln. Auch in Fuldatal legten sie deutlich zu und gewannen drei Mandate zu den bisherigen vier hinzu. Eine Familie hat dabei besonders viele Stimmen sammeln können: Ute Leister zieht zusammen mit Sohn Jonas und Tochter Charlotte ins Parlament ein und besetzen drei von sieben Sitzen.

Von den Wählern erhielten die Leisters ein eindeutiges Vertrauensvotum: Von ihren ursprünglichen Listenplätzen wurden sie regelrecht nach vorn katapultiert. So zog die 51-Jährige von Platz zwei vorbei an Thomas Ackermann auf den Spitzenplatz. Tochter Charlotte rückte von Rang 13 auf Platz 5, ihr Bruder Jonas von Platz 7 auf den vierten Listenplatz vor. 7288 von 30 539 Stimmen der Fuldataler Grünen heimsten allein die Leisters ein.

„Das Ergebnis hat uns erfreut und auch ein wenig überrascht“, sagt die fünffache Mutter. „Wir sind dankbar, dass uns so viele Wähler das Vertrauen ausgesprochen haben.“ Den Grund dafür möchte Ute Leister indes nicht unbedingt an ihrer Person festmachen. Für ihre politische Arbeit halte sie es lieber mit dem zukünftigen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann: „Erst die Gemeinde, dann die Partei und dann die Person“, sagt sie bescheiden.

Das erfolgreiche Abschneiden der Leisters ist auffällig. Worin dieser Erfolg begründet ist? Charlotte und Jonas können zumindest für ihr gutes Ergebnis nur vermuten: „Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass wir jung sind“, sagen die Geschwister. Bei den Wahlveranstaltungen im Vorfeld hatten die Bürger dies dem 21-Jährigen und seiner zwei Jahre jüngeren Schwester bestätigt. „Viele finden es gut, wenn sich junge Menschen politisch engagieren.“

In dieses Engagement ist der Leister-Nachwuchs regelrecht hineingewachsen. Als Kinder der Mitbegründer der Grünen Fuldatal „haben wir schon als kleine Kinder bei Veranstaltungen Tomatensaft gepresst“, erinnert sich Charlotte. In den vergangenen Wochen war die Abiturientin oft auf Inlinern unterwegs, um Flyer zu verteilen.

Auch die diversen Vereinszugehörigkeiten der drei haben zum Bekanntheitsgrad beigetragen. „Wir wohnen nicht nur in Fuldatal, sondern wir leben hier“, betont Ute Leister ihre Verbundenheit mit dem Ort, in dem sie aufgewachsen ist und deren politische Entwicklung sie als Tochter des ehemaligen Gemeindevertretervorsitzenden Gerhard Leuschner von Kindesbeinen an verfolgt hat. „Es ist uns ein Anliegen, das Fuldataler Geschehen aktiv mitzugestalten.“

Von Martina Sommerlade

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