Gemeinde Niestetal plant mehrere Anlaufstellen für Eltern in Sandershausen und Heiligenrode

Familien sollen hier Hilfe finden

Niestetal. Wenn erst einmal die Häuser im neuen Wohngebiet Am Eichberg in Heiligenrode stehen, dann wird es in Niestetal noch mehr junge Familien geben. Ihnen, aber auch all den anderen soll ein Projekt zugutekommen, das die Gemeinde jetzt auf den Weg bringen will.

Geplant ist die Gründung eines Familienzentrums, das als Knotenpunkt in einem Netzwerk zur Förderung von Kindern und der Beratung von Familien dienen soll.

Aufgabe der Einrichtung soll es sein, Informationen über professionelle und ehrenamtlich organisierte Angebote und Hilfen zu sammeln, zu aktualisieren und die Zielgruppen darüber zu informieren, heißt es in einem Konzeptpapier, mit dem sich die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung heute Abend beschäftigen werden.

Beide Ortsteile versorgt

Dabei ist der Begriff Familienzentrum nicht allzu wörtlich zu nehmen. Die Einrichtung muss nach der Vorstellung der Gemeinde nämlich nicht zwangsläufig an einem Standort konzentriert werden. Vielmehr sieht Bürgermeister Andreas Siebert (SPD) eine dezentrale Lösung durchaus als positiv an, weil dadurch beide Ortsteile – Sandershausen und Heiligenrode – gut versorgt werden könnten.

Vorschläge für Standorte eines solchen dezentral organisierten Familienzentrums gibt es bereits: die Grundschule Sandershausen, die Sozialstation in der Ysenburgstraße, die Wilhelm-Leuschner-Schule, das künftige Awo-Altenzentrum an der Cornelius-Gellert-Straße / Ecke Karl-Marx-Straße und der Jugendclub Come-In im Verwaltungszentrum an der Heiligenröder Straße.

Im Vergleich zu einem einzigen Zentrum, das erst aufgebaut werden müsste, böte die dezentrale Lösung auch in finanzieller Hinsicht Vorteile: Die vorhandene Ausstattung der Schulen und der anderen Einrichtungen könnte genutzt werden. Geschultert werden soll die Arbeit zunächst von vorhandenem Personal, und zwar von den Jugendpflegerinnen Anette Messing und Elke Schöppe.

Kreis gibt Unterstützung

Grundlage für das Niestetaler Familienzentrum ist ein Konzept, das der Landkreis Kassel für derartige Einrichtungen entwickelt hat. Beim Aufbau des Angebots, das sieht das Papier aus dem Kreishaus vor, wird der Landkreis die Kommunen bei Bedarf unterstützen. Konkrete Hilfen können die Gemeinden unter anderem bei der Entwicklung von Konzepten und dem Abschluss von Verträgen zwischen den verschiedenen Kooperationspartnern erwarten. Außerdem will der Landkreis Informationen über die Sozialstruktur der Gemeinde zur Verfügung stellen.

Info: Die Gemeindevertreter beraten am heutigen Donnerstag, 29. September, im Landgasthof Zum Niestetal, Niestetalstraße, in Heiligenrode über die Gründung des Familienzentrums.

Von Peter Ketteritzsch

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