Mess- und Regeltechnikspezialist Sika feierte mit 800 Mitarbeitern und Gästen ein großes Fest

Familienbetrieb im Aufwärtstrend

Schauen, wo die Großeltern arbeiten: Nils (11) ließ sich von Brigitte und Jürgen Wenigmann während des Sommerfests zeigen, wo sie bei Sika arbeiten. Foto:  Dilling

Kaufungen. 42 Jahre arbeitet der Opa bei der Firma, 38 Jahre ist die Oma immerhin schon dabei. Da wird es Zeit, dass der Enkel endlich mal die Arbeitsplätze seiner Großeltern kennenlernt: Nils Wenigmann (11) gehörte zu den Angehörigen der Mitarbeiter der Kaufunger Mess- und Regeltechnikfirma Sika, die das Sommerfest zum 110-jährigen Bestehen des international tätigen Familienbetriebs nutzten, um sich im Unternehmen umzuschauen.

Nils’ Großeltern Jürgen und Brigitte Wenigmann haben den Aufstieg des Unternehmens in den vergangenen Jahrzehnten hautnah miterlebt. Jürgen Wenigmann fing vor 42 Jahren bei Sika als Betriebsassistent an und ist heute Leiter der Materialwirtschaft. Bald nach seiner Einstellung wurde das Firmengelände zu einer Baustelle. Die Büros hätten damals in ein Behelfsgebäude umziehen müssen, weil die Produktionshallen zu klein geworden seien, erzählt der heute 63-Jährige.

Inzwischen gibt es es eine Reihe neuer Gebäude, und trotzdem ist schon wieder ein Engpass an Platz für die Produktion absehbar. Denn das Exportgeschäft laufe gut, sagt Wenigmann. Die Elektronik habe in den vergangenen Jahren immer mehr Einzug gehalten, neue Produkte, seien hinzugekommen, sagt der gelernte Maschinenbautechniker.

Als Wenigmann im Betrieb anfing, gab es 75 Beschäftigte. Heute sind es rund 300. Von der Finanzkrise 2008, als Kurzarbeit eingeführt werden musste, hat sich die Firma erholt, für die Mitarbeiter also - neben dem Jubiläum - ein besonderer Grund zu feiern.

„Das ist ein richtig gut geführter Familienbetrieb“, sagt Brigitte Wenigmann, die seit 38 Jahren bei Sika in der Personalabteilung arbeitet. Es habe immer mal wieder auch wirtschaftlich schlechte Zeiten im Unternehmen gegeben, sagt ihr Mann Jürgen. In denen hätten die Firmenchefs stets versucht, so viele Mitarbeiter wie möglich im Unternehmen zu halten.

Kaum einer sei entlassen worden, und der überwiegende Teil der Azubis werde übernommen. „Alle haben bisher gern hier gearbeitet“, sagt Brigitte Wenigmann. Ein Beleg für das gute Betriebsklima sei die Große Zahl der 25- und 40-jährigen Arbeitsjubilare in dem Unternehmen. Es gebe sogar einen Mitarbeiter, der schon 50 Jahre dabei ist.

Zum guten Klima mag auch beitragen, dass die Firma als Dankeschön für die Mitarbeiter alle fünf Jahre zu einem großen Fest einlädt. Das halte man seit dem 75-jährigen Firmenjubiläum so, erzählt Jürgen Wenigmann. Am Freitagnachmittag genossen die Mitarbeiterfamilien ein schönes Unterhaltungsprogramm auf dem Firmenhof und bedienten sich am reichhaltigen warmen Buffet. (pdi)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.