Künstler Klaus Stawinski aus Niestetal stellt digitale Arbeiten im Kreishaus aus

Ein Farbrausch mit Hut

Bester Stimmung: Barbara Benedix (Programmbereichsleitung kulturelle Bildung bei der Vhs), der Künstler Klaus Stawinski, seine Ehefrau Gerda und Vizelandrätin Susanne Selbert (von links) eröffnen die Ausstellung. Das Werk auf dem kleinen Bild zeigt den Bahnhof Wilhelmshöhe. Fotos:  Wienecke

Niestetal/ Kassel. „Ich trau’ mich nicht“, sagt Klaus Stawinski bei der Eröffnung seiner Ausstellung im Foyer des Kreishauses des Landkreises Kassel und alles lacht. Schließlich begrüßt der Mann mit dem Hut seine Gäste dann doch und dankt Barbara Benedix vom Programmbereich kulturelle Bildung der Volkshochschule Region Kassel, der stellvertretenden Landrätin Susanne Selbert und dem Kreissprecher Harald Kühlborn für die Unterstützung.

Bis Freitag, 7. Oktober, zeigt der Niestetaler Künstler im Kreishaus in der Wilhelmshöher Allee in Kassel 62 Werke. Die Ausstellung der Fotokunst, die den Namen „Digitale Malerei“ trägt, ist Bestandteil des Semesterprogramms „Digitale Welten“ der Volkshochschule (Vhs), das zu Kursen und Vorträgen einlädt und Exkursionen anbietet.

„Ich male mit der Kamera.“

Klaus Stawinski

Die digitalen Arbeiten interessieren die Vizelandrätin sehr. Sie hat die Bilder bereits vor der Eröffnung der Ausstellung eingehend betrachtet. Klaus Stawinski hat viele vertraute Orte in Kassel fotografiert und verfremdet. Die erste Henschel-Lok, der Drache, wird in einer kühlen und darüber hinaus auch in einer rotglühenden Version durch den Heiligenröder präsentiert.

„Sie haben eine ganz eigene Handschrift entwickelt“, lobt Susanne Selbert die farbintensiven surrealistischen Werke. Die Bahnhofsansichten gefallen ihr besonders gut, genau wie die Farbkombination bei dem Kunstfoto, das das Treppenhaus des Einkaufszentrums City-Point zeigt.

„Ich male mit der Kamera“, sagt Klaus Stawinski über seine Fotos, die er nicht an einem Computer, sondern lediglich mit den Anwendungen seiner Kamera bearbeitet. „Die Farben begeistern mich“, ergänzt seine Frau Gerda. Das Ehepaar lebt seit über 40 Jahren in Heiligenrode und öffnet die Wohnung seit einiger Zeit nach Absprache als Privatgalerie.

„Ich suche nie und gehe auch nicht irgendwo hin, um dort zu fotografieren“, erzählt der Großhandelskaufmann, der außer einem Betrieb für Werkzeuge und Maschinen auch ein Geschäft für Katzenzubehör geführt hat. „Schauen Sie sich die Bilder bitte mehrmals an“, sagt er. „Und lassen Sie uns dann ins Gespräch kommen.“

Von Bettina Wienecke

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.