Baugebiet Heimbach: Fast alle Flächen sind weg

Alles im Blick: Vom Malenter Weg aus in den Osten blickend gehen beide Bauabschnitte des Heimbach-Quartiers in Großenritte fließend ineinander über. Fotos: Hühne

Baunatal. Farbenfrohe, moderne Fassaden und ein geklinkertes Backsteinhaus - das neue Quartier am obersten Heimbach besticht durch Individualität und moderne Gestaltung.

Energie vom Dach: Der Großteil des Dachs ist mit Fotovoltaik-Modulen zur Stromerzeugung belegt, rechts erwärmt eine Solarthermie-Anlage das Wasser.

Die Bauplätze im zweiten Bauabschnitt werden kräftig nachgefragt. Nur 13 der 93 Grundstücke sind derzeit noch nicht in festen Händen. Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub geht aber davon aus, dass auch die letzten Grundstücke bis zum Frühjahr verkauft sein werden, da sie bereits von Interessenten vorgemerkt wurden. Damit wäre das Neubaugebiet drei bis vier Jahre vor dem geplanten Zeitpunkt ausgelastet.

Klimaschonende Techniken beim Hausbau und erneuerbare Energien, um den CO2-Ausstoß nachhaltig zu verringern: Das sind die Leitlinien für den Hausbau im zweiten Bauabschnitt des Obersten Heimbachs. Jeder Bauherr ist verpflichtet, mindestens einen Bereich zu berücksichtigen.

„Erfolgsrezept“

Welche Öko-Energien die Familien nutzen wollen, können sie selbst entscheiden. Diese Freiheit sieht Erste Stadträtin Silke Engler-Kurz als Erfolgsrezept im Heimbach-Quartier. „Wir haben nicht die Vorgaben-Gießkanne über allen ausgeschüttet, sondern den Bauherrn Individualität und Entscheidungsfreiheit gelassen“, sagt Engler-Kurz.

Eine vorgeschriebene Energieberatung soll den Grundstückseigentümern helfen, einen Überblick der Möglichkeiten zu bekommen und die richtige Wahl zu treffen. Fotovoltaik-Anlagen zur Stromgewinnung oder Solarthermie, um mithilfe der Sonnenwärme das Haus zu beheizen, sind nur zwei der möglichen Energien.

Ziel ist es, den Energieverbrauch des Hauses 15 Prozent geringer zu halten, als gesetzlich vorgegeben. Diese Auflagen wurden laut Silke Engler-Kurz von allen Bauherren erfüllt. Und nicht nur das. „Nur zwei Familien haben sich für den Mindeststandard entschieden. Alle anderen Bauherren haben deutlich über unserem energetischen Standard gebaut“, erklärt die Vizebürgermeisterin erfreut. Viele Familien seien sogar wegen der energetischen Beratung in das Quartier gekommen. Die Bauherren werden bei Vertragsunterzeichnung mit einem Bauzwang belegt, der sie verpflichtet, innerhalb von drei Jahren den Bau fertigzustellen, betont Stadtsprecher Roger Lutzi.

Dieser Verpflichtung seien bislang alle nachgekommen. Wenn sämtliche Häuser gebaut und bewohnt sind, sollen im Heimbach-Quartier etwa 1000 Menschen leben. Im Moment schätzt Lutzi die Anzahl der Heimbach-Bewohner auf 680.

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