Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Vellmar – Ehrungen und Wahlen bestimmen Versammlung

Es fehlt an jungen Brandschützern

Ehrung: Karl-Ludwig Schmidt (von links), Jürgen Schienbein, Waldemar und Bernd Schaumburg sind seit 40 Jahren Mitglied. Jörg Kuhn wurde für 25 Jahre gewürdigt. Fotos: C. Hartung

Vellmar. Ein Übungsturm und ein Rüstwagen sollen angeschafft werden, mehr Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchsanwerbung betrieben werden – das sind nur ein paar der Pläne, die bei der Feuerwehr Vellmar in den kommenden Monaten auf dem Programm stehen.

Den Grundstein dafür setzte der Feuerwehrverein jetzt mit seiner Jahreshauptversammlung in der Feuerwache. Denn dort besetzte der Verein wichtige Vorstandsposten neu.

Knut Gundlach (50) wurde einstimmig zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Ihm ist besonders wichtig, den Altersschnitt in der Einsatzabteilung zu senken. „Wir brauchen unbedingt mehr Nachwuchs“, sagte der 50-Jährige. Laut der Personalstatistik, die den Gästen von Stadtbrandinspektor Andreas Pioch erläutert wurde, sind gerade einmal 16 der 69 aktiven Mitglieder zwischen 17 und 26 Jahren alt.

Zudem ist Gundlach die Trennung von Verein und Einsatzabteilung ein Dorn im Auge. „Das muss mehr zusammenwachsen“, betonte er. Einen weiteren Vorstandsposten besetzt jetzt Thomas Hupe. Er wurde ohne Gegenstimme zum Schriftführer gewählt.

Neben denen, die zukünftig den Vorstand tatkräftig unterstützen werden, bekamen auch diejenigen, die schon seit vielen Jahren dem Verein angehören, ein besonderes Dankeschön. Norbert Damm, stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Kassel Land, zeichnete Reiner Federbusch und Jörg Kuhn mit der bronzenen Ehrennadel für ihre 25-jährige Mitgliedschaft aus.

Bernd Schaumburg, Karl-Ludwig Schmidt, Reiner Wenig, Hans-Werner Halbritter, Karl-Heinz Hillebrand, Jürgen Schienbein und Waldemar Schaumburg wurden mit dem Abzeichen in Silber für 40 Jahre Vereinstreue gewürdigt.

Waldemar Schaumburg, der Mitbegründer der Jugendfeuerwehr ist, war über Jahrzehnte in der Einsatzabteilung tätig. Ein Verkehrsunfall, zu dem er mit seinen Kameraden in den 80er-Jahren ausgerückt war, ist ihm heute noch vor Augen. „Zwei Jugendliche starben, nachdem sie frontal gegen einen Pfosten gefahren sind“, erinnert sich der Geehrte. Aus gesundheitlichen Gründen musste er vor etwa 20 Jahren die Einsatzabteilung verlassen. „Ich hätte dort sehr gern weiter mitgeholfen“, bedauert Waldemar Schaumburg.

Im Jahr 2013 hatte die Vellmarer Feuerwehr insgesamt 126 Einsätze, über die Hälfte davon waren technische Hilfeleistungen.

Von Carolin Hartung

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