Vor 25 Jahren stieg erstes Fest von Rothwestener Grundschule und Straßenanwohnern

Feier mit Frau Nachbarin

+
Schabernack zum Silberjubiläum: Begleitet von ihren Trainerinnen Nicole Ratsch und Svenja Ludwig sorgten die Bambinos des Rothwestener Carnevals Vereins mit ihrem Pumuckl-Auftritt für Schwung auf dem Jubiläumsfest von Geschwister-Scholl-Straße und Grundschule, das Harald Brede und Ulrich Eckel (von links) mitorganisiert hatten.

Fuldatal. Die wohl bekannteste Anwohnerin der Geschwister-Scholl-Straße in Rothwesten hat etwa 65 Kinder von verschiedenen Vätern und sich für ihr Alter ganz gut gehalten.

Weil die nette Nachbarin noch dazu über das größte Grundstück verfügt, auf dem mal eben eine Hüpfburg, mehrere Bankreihen, Getränke- und Essensstände locker Platz finden, trafen sich am Samstagnachmittag und Sonntagvormittag zahlreiche Besucher zum Straßenfest auf ihrem Hof: dem Schulhof.

Bei der Gastgeberin, mit der die Anwohner seit Jahrzehnten Tür an Tür leben und zum ersten Mal vor 25 Jahren ein gemeinsames großes Fest feierten, handelte es sich nämlich um die Geschwister-Scholl-Schule.

„Gutes Verhältnis“

Weil die Grundschule in Rothwesten und ihre Nachbarn laut Anwohner Harald Brede ein ausgesprochen gutes Verhältnis pflegen, haben sie erstmals 1986 das Straßen- und Schulfest zusammengelegt.

„Vormittags feierten Schüler, Lehrer und Eltern auf dem Hof ihr Schulfest und blieben bis zum Abend. Dann kamen die Anwohner hinzu und die Feier ging nahtlos in das Straßenfest über“, erinnert sich der ehemalige Lehrer Ulrich Eckel, der neben der Schule wohnt.

„Das hatte unter anderem den organisatorischen Vorteil, dass das Festzelt und die Tischgarnituren, die von der Straßengemeinschaft gestellt wurden, gemeinsam genutzt werden konnten“, sagt Eckel.

Das vom Motorradclub Rothwesten unterstützte Jubiläumsfest mit Auftritten der Bambinos des Rothwestener Carnevals Vereins sowie des Musikvereins Holzhausen, meisterhafter Akrobatik der Sportvereinigung Harleshausen, einer Tombola zugunsten des Tierparks Sababurg und viel Gemütlichkeit, sollte jetzt die Tradition des gemeinsamen Feierns wiederaufleben lassen.

Die Gäste – darunter Bürgermeisterin Anne Werderich, weitere Vertreter aus der Kommunalpolitik, ehemalige Schüler, Lehrer, Hausmeister – erinnerten sich an die gemeinsamen goldenen Jahre.

„In den vergangenen Jahren haben Schule und Straße getrennt gefeiert, weil der Andrang auf diesem Fest zwischenzeitlich so groß geworden war, dass unsere Straßengemeinschaft das nicht mehr bewältigen konnte“, erläutert Harald Brede. „Aber wenn wir heute wieder Gefallen daran finden und alles gut läuft, feiern wir in zwei Jahren vielleicht wieder zusammen.“

Von Sarah Rogge-Richter

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.