166 Kaninchen bei Vergleichsschau des Kleintierzuchtvereins Espenau vorgestellt

Fellnasen glänzend in Form

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Erfolgreicher Nachwuchs: Amelie (5) und ihre Schwester Mandy Hampe (11, rechts) mit ihren grau-braunen Kaninchen, die Mandy mit Unterstützung ihres Vaters züchtet.

Espenau. Ein Kaninchen ist kein Hase – und erst recht kein „Karnickel“: Das zumindest sollten die vielen Besucher der Vergleichsschau des Kleintierzuchtvereins K66 Espenau wissen, falls sie sich am Wochenende auf dem Vereinsgelände Am Kamp in Mönchehof nicht sofort unbeliebt machen wollten.

Denn hier waren zwei Tage lang zahlreiche erfahrene Kaninchenzüchter aus ganz Nordhessen und darüber hinaus zusammengekommen, um ihre Jungtiere von Preisrichtern professionell beurteilen zu lassen. Und sich beim anschließenden geselligen Beisammensein ausgiebig über ihr Hobby auszutauschen.

„Hasen sind eine andere Gattung. Wir züchten Kaninchen. ‚Karnickel’ gilt bei uns als Schimpfwort“, erläutert Frank Lehmann mit gespielter Entrüstung. Der Espenauer, der am Samstag zum Vereinsmeister des K66 gekürt wurde, muss es wissen. Schließlich züchtet der Vorsitzende des alteingesessenen Vereins K66 bereits seit mehr als 35 Jahren Kaninchen. Mit 19 Jungtieren, also Kaninchen, die zwischen Januar und Mai dieses Jahres geboren sind, hatte sich Lehmann der Konkurrenz gestellt. Und die war nicht nur groß, sondern auch in Topform: Mit insgesamt 166 Rammlern und Häsinnen hatten sich die 29 Aussteller laut Ausstellungsleiter Karsten Sonneborn angemeldet, die unter anderem aus Kassel, Warburg, Gehrden und Oedelsheim angereist waren.

Davon, dass sie anhand ihres Fells, der Zähne, Körperform und zum Beispiel ihrer Krallen beurteilt wurden, bekamen die Blauen, Weißen und Grauen Wiener, schwarzglänzenden Alaska-Kaninchen und unter anderem zufrieden dösenden Zwergwidder nicht viel mit. Gelassen mümmelten die Tiere in ihren Käfigen im Schatten Heu, während Ehrengäste wie Ulrike Gottschalck, Bundestagsabgeordnete der SPD, und Espenaus Bürgermeister Michael Wielert sie betrachteten.

Den großen Schausiegerpokale nahm Holger Bierschenk vom K 38 Harleshausen, dem hier erfolgreichsten fremdausstellenden Verein, mit nach Hause. Mit seinen weißen Zwergwiddern belegte er den ersten Platz unter den Züchtern, zu denen auch Mandy Hampe aus Espenau gehört. Obwohl gerademal elf Jahre jung, zählt Mandy bereits zu den „alten Hasen“ unter den Ausstellern.

„Ich bin schon zum dritten Mal dabei und habe dieses Mal sechs Kaninchen mitgebracht. Mein Papa züchtet auch. Wir misten zusammen immer die Ställe aus. Ich mag Kaninchen, weil sie so kuschelig weich sind“, sagt die Jungzüchterin und vergräbt ihre Nase im Nacken ihres grau-braunen Fellbündels.

Weitere Informationen im Internet unter:
http://k66-espenau.npage.de

Von Sarah Rogge-Richter

 

Kleintierschau Espenau

Vergleichsschau Kleintierzuchtvereins Espenau

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