Im Kinderzimmer des Heimatmuseums in Hohenkirchen werden Spielzeugfiguren gezeigt

Fernsehhund Wum erinnert an Loriot

Auf seinem roten Hocker: Eine Wum-Figur im Heimatmuseum in Espenau. Foto:  Wienecke

Espenau. Die Spielzeugfigur, die im Kinderzimmer des Heimatmuseums Espenau in Hohenkirchen zu sehen ist, sitzt auf einem rotem Schaukelhocker. Bekannt wurde der Hund Wum durch seine Auftritte im Trickfilm. „Er erinnert nun leider auch daran, dass sein Erfinder im August gestorben ist“, sagt der Museumsleiter Siegfried Lange.

Vicco von Bülow (1923 bis 2011), der eigentlich Bernhard-Victor Christoph Carl von Bülow hieß, nannte sich selbst nach dem Wappentier seiner Familie, dem Pirol. Loriot ist die französische Bezeichnung für den gelb-schwarzen Singvogel.

Von Bülow gehört zu den beliebtesten deutschen Humoristen. Er war Cartoonist, Karikaturist, Schauspieler, Autor und Regisseur sowie Bühnen- und Kostümbildner. 2003 wurde er in Berlin zum Professor für Theaterkunst ernannt.

Für die Aktion Sorgenkind (heute Aktion Mensch) schuf er einen Fernsehhund, der sich in Wim Thoelkes Fernsehshows Drei mal Neun und Der große Preis als Zeichentrickfigur mit ihm unterhielt. Mit Loriots Sprechgesang „Ich wünsch’ mir ’ne kleine Mietzekatze“ schaffte es Wum 1972 sogar für neun Wochen auf Platz eins der Single-Charts. 1975 bekam der TV-Hund Gesellschaft von dem Elefanten Wendelin. Später schwebte noch der Blaue Klaus, ein Außerirdischer, in seinem Raumschiff ein. Zunächst verlieh Loriot den Figuren seine Stimme, danach übernahm dies der Komiker und Parodist Jörg Knör.

Das Heimatmuseum Espenau in Hohenkirchen, Am Kirchberg 4, ist jeden ersten Sonntag im Monat von 14.30 bis 17.30 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. Kontakt: Siegfried Lange, Tel. 05673/ 7916.

Von Bettina Wienecke

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