Engel neben Altar kamen nicht zum Vorschein

Hoofer Gotteshaus wurde für 115.000 Euro renoviert

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Blick in den Kirchenraum: Hell und freundlich wurden die Wände in dem Hoofer Gotteshaus gestaltet. Der Schriftzug im Rundbogen wurde aufgefrischt und ein Stück nach unten gesetzt.

Schauenburg. Schon im Eingangsbereich wird der Kirchenbesucher von freundlichem Licht und einem hellen Anstrich empfangen. Dieser Eindruck setzt sich beim Betreten des Kirchenschiffes fort. Helle Wände und viele kleine Details sorgen für eine gute Atmosphäre.

„Wir haben uns gewünscht, dass wir Ostern fertig sind“, sagt Frank Günther, Vorsitzender des Kirchenvorstandes. Dieser Wunsch geht in Erfüllung, zumal es während der Renovierungsarbeiten zu keinen bösen Überraschungen kam. Lediglich beim Entfernen der Lehmdecke unter der Empore seien einige verfaulte Eichenbalken zutage getreten, erläutert Christian Abendroth, Architekt und Kirchenvorstandsmitglied.

Letzte Handgriffe: Armin Mardorf (von links), Michael Engel und Luis Colmenero Fernandez von der Firma Schalles arbeiten mit dem Pinsel.

Die komplette Elektrik wurde gewechselt, neue Steckdosen und Lichtschalter gesetzt. Auch teilweise gesplitterte Kirchenfenster haben Fachleute auf Vordermann gebracht. „46 Bleiglasscheiben wurden ausgetauscht“, sagt Abendroth. Eine Überraschung beim Abtragen der alten Wandfarbe hätte der Architekt allerdings gern in Kauf genommen. Auf einem Foto aus den 50er-Jahren seien große Engel rechts und links vom Altar zu sehen gewesen. „Wir haben genau geschaut, ob diese wieder zum Vorschein kommen, zumindest in Teilen“, sagt Abendroth. Doch nichts sei passiert. Bei einer Kirchenrenovierung 1961 müssten die Engel wohl vollständig entfernt worden sein.

Schrift 30 Zentimeter tiefer

Immerhin: Einen alten Schriftzug „Ehre sei Gott in der Höhe ...“ unter dem Kirchendach legten die Fachleute frei. Um die Buchstaben allerdings richtig zur Geltung zu bringen, seien diese 30 Zentimeter tiefer in dem Rundbogen neu aufgemalt worden, sagt Abendroth. Alles natürlich in Abstimmung mit der Denkmalpflege und der Bauberatung der Landeskirche.

Immerhin: 2200 Mitglieder hat die Kirchengemeinde. Damit die beim Besuch des Gottesdienstes nicht so hart sitzen, wurden jetzt Polster für die Kirchenbänke angeschafft.

Auch für den Einbau der Hoofer Vogt-Orgel, die derzeit aufwendig im thüringischen Waltershausen restauriert wird, wurden weitere Vorbereitungen getroffen. Im Bereich der Rückseite der Orgel wurde eine Entlüftungsanlage installiert. Die Decke wurde um 20 Grad schräg geneigt. „Dadurch wird der Schall in den Raum geworfen“, sagt der Architekt.

Am Sonntag, 24. März, soll der Abschluss der Arbeiten ab 10.45 Uhr mit einem Festgottesdienst gefeiert werden. Mit dabei ist der Posaunenchor Martinhagen. Derzeit sind die Mitglieder des Kirchenvorstandes dabei, alles auf Hochglanz zu bringen. Der Zusammenhalt sei riesig gewesen, berichtet Helmut Löber. Wenn man Hilfe benötigte, „dann hat ein kurzer Anruf genügt, und alle standen hier“.

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