Wickenröder feierten Dorffest rund um die Kirche – Erlöse für Honighof-Anlage

Ein Fest für alle Sinne

Für jeden Geschmack etwas: Gitta Brede und Jutta Meywirth lassen sich einen Cocktail schmecken, während die kleine Lea Zindel stolz ihre Bemalung vom Kinderschminken präsentiert. Fotos: Kothe

Helsa. Iris Speck legt den Eisendocht vorsichtig in die Glut, kurze Zeit später glüht das Metall rot und wird schnell auf den großen Amboss gelegt. Dort wartet schon der sechsjährige Philip Volkmann mit dem Hammer. Kinderschmieden war eine der Attraktionen beim Wickenröder Dorffest.

Der Stand der Schmiede Hemeln war gut besucht, denn wo kann man heute schon einmal selbst ein Messer oder ein Schmuckstück schmieden? Iris Kaiser: „Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie begeistert die Kinder an unserem Stand mitmachen. Sie kennen so etwas gar nicht mehr und sind richtig stolz auf ihre selbst geschmiedeten Produkte.“

Hiddelbeerkuchen

Begeistert ist auch René Volkmann, der aufmerksam verfolgt, wie sein Sohn den Hammer schwingt: „Das gefällt mir, hier sieht er mal, wie schwer das früher war.“ Erleben für die Sinne, das kommt an. Wenige Meter entfernt wartet Jutta Meywirth unterdessen auf einen fruchtigen Cocktail. Die gehören schon traditionell zum Wickenröder Dorffest dazu, erklärt Gitta Brede. Die Vorsitzende der Vereine und Verbände des Dorfes lässt sich ihren Cocktail bereits schmecken und sagt: „Das Fest ist super besucht, die ganze Vorbereitung hat sich gelohnt.“ Unterdessen beginnt der Musikzug Eschenstruth vor der Kirche zu spielen. Zu hören ist zünftige Blasmusik ebenso wie swingender Bigband-Sound. Die Bänke füllen sich immer mehr, die Besucher genießen die Musik bei einer der vielen angebotenen Leckereien.

Besonders begehrt sind der traditionelle Hiddelbeerkuchen, Speckkuchen oder Rippchen aus dem Buchenholzofen; dazu gibt es Bier vom Fass und Wein aus der französischen Partnergemeinde Trébes. Hunger leidet hier keiner.

5000 Euro vom Landrat

Die Erlöse des Festes kommen dem Umbau der Honighof-Anlage zugute, sagt Gitta Brede. Dafür überreichte Landrat Uwe Schmidt sogar 5000 Euro. Denn die Grillanlage des Dorfes soll endlich ein festes Dach statt der in die Jahre gekommenen Segeltuchüberdachung erhalten.

Inzwischen baut der Musikzug seine Instrumente ab und DJ Reiner kündigt die nächste Aufführung an. Mit dabei sind auch der Mandolinen- und Gitarrenverein, die Seniorentanzgruppe und die Hiddelbeerchen des CCW mit Karnevalsakrobatik.

Wer in alte Zeiten abtauchen wollte, konnte sich zudem beim Geschichtsverein Helsa eine Bildausstellung über die Ringenkuhl-Siedlung anschauen. (zko)

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