Norbert Röhrig feiert Jubiläum bei Thermometer-Hersteller Sika

Feuer und Flamme im Job seit 50 Jahren

Konzentriert: Norbert Röhrig dreht die Flamme hoch. Am 1. April 1962 begann er seine Ausbildung zum Thermometerbläser. Fotos:  Wienecke

Kaufungen. Eigentlich wollte Norbert Röhrig ja Buchdrucker werden. „Meine Mutter sorgte sich jedoch wegen der Verwendung des Bleisatzes um meine Gesundheit. Ich war ja damals erst 14 Jahre alt“, erinnert er sich. „Auch hohe Gerüste und Kälte sollte ich auf ihren Wunsch hin meiden“, ergänzt er.

Der Ausbildung zum Thermometerbläser stimmte die Mutter jedoch zu. „Sie hat wohl nicht bedacht, dass man sich dabei verbrennen kann“, bemerkt der Oberkaufunger und lächelt. Morgen feiert er sein 50-jähriges Berufsjubiläum, das gleichzeitig sein 50. Betriebsjubiläum ist, denn Norbert Röhrig blieb der Sika Dr. Siebert & Kühn GmbH & Co. KG bis auf seine Bundeswehrzeit bei der Marine treu.

„Erst im zweiten Jahr durfte ich assistieren“, erinnert sich Norbert Röhrig an die Lehre. „Die Aufgaben des Thermometerbläsers sind komplex und schwierig. Sie erstrecken sich bis in den Bereich des Kunsthandwerks“, erläutert er. „Bevor du etwas mit dem Glas machen kannst, macht das Glas etwas mit dir“, meint er. „Mein Beruf wurde zu meiner Berufung“, sagt der Jubilar. „Er fasziniert mich nach wie vor.“

Norbert Röhrig stammt aus Rommerode. Seit über 25 Jahren wohnt er in der Nähe des Betriebes in Oberkaufungen. Seine zweite Frau Marly lernte er im Unternehmen kennen. „Sika schafft Verbindungen. Bei uns haben sich schon viele Paare gefunden“, bestätigt der Betriebsleiter Peter Batz.

„Norbert Röhrig engagiert sich seit 1995 als interner Auditor im Qualitätsmanagement“, berichtet er. „Ferner war er Mitglied des Prüfungsausschusses der IHK und im Betriebsrat tätig.“ Auch Jörg Hohmann, stellvertretender Leiter der Thermometerwerkstatt, lobt: „Ich habe in all den Jahren viel von ihm gelernt. Inzwischen ist er ein guter Freund geworden“, sagt der Glasmachermeister. Zum Jahresende werden Norbert Röhrig und seine Frau Marly gemeinsam in Rente gehen. „Ich habe schon in vielen Bands gespielt“, verrät der 64-Jährige noch. Wer weiß, vielleicht wird er im Ruhestand ja wieder als Bassist aktiv.

Von Bettina Wienecke

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