Machbarkeitsstudie soll zeigen, wie sich der Stützpunkt der Baunataler Feuerwehr verändern muss

Feuerwehr Baunatal: In der Wache ist es eng geworden

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Baunatal. Fast sieht es so aus, als schrammte das Feuerwehrauto beim Rausfahren oben am Eingangstor entlang. Nur ein Stück ist das Wechselladerfahrzeug der Baunataler Wehrleute tatsächlich niedriger als die Betonkante. Ganze 17 Zentimeter. Dieses Beispiel zeigt, wie eng es zugeht auf der Feuerwache in Altenbauna – an vielen Stellen.

Kurzclip: Silke Engler-Kurz über die Feuerwehr

Deshalb hat das Rathaus jetzt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die die Varianten einer Erweiterung der Anlage an der Ulmenstraße prüfen soll. Bis zum Neubau ist alles möglich. Weil das Eingangstor der Wache nur 3,83 misst, habe die Stadt sowieso schon einen kleineren Containeraufbau auf dem Wechsellader gekauft, als es eigentlich üblich sei, erläutert Herbert Reimnitz, im Rathaus zuständig für die Brandschützer.

Grundsätzlich seien die Fahrzeuge im Lauf der Jahre größer geworden, was zu besonderer Enge in der Halle führe. „Man muss vorsichtig rangieren, um diese sicher reinzubringen“, erläutert Reimnitz. Ein Widerspruch zur eigentlichen Arbeit der Wehr, wo es ja oft um Minuten und Sekunden geht. Die Enge sei jetzt bei der turnusmäßigen Kontrolle durch den Prüfdienst des Landes Hessen kritisiert worden, sagen Reimnitz und Baunatals Bauamtsleiter Uwe Schenk. Ein nächster Kritikpunkt der Kontrolleure: An anderer Stelle in der Halle stehen zwei Autos hintereinander.

„Das geht gar nicht“, sagt Reimnitz. „Schwarz-Weiß-Bereich“ In weiteren Bereichen passt der Zuschnitt des Feuerwehrstützpunktes nach Meinung der Experten nicht mehr mit den heutigen Anforderungen zusammen. So sollte es möglichst nach dem Einsatz keine Überschneidung von schmutziger oder auch mit Schadstoffen belasteter Feuerwehrkleidung mit dem sauberen Bereich geben. Gesprochen wird hier von einer Trennung im „Schwarz-Weiß-Bereich“. Das sei in Baunatal bisher nicht machbar. Und: Eine Wache müsse heute getrennte Umkleiden für Frauen und Männer bieten, da der Anteil der weiblichen Einsatzkräfte deutlich angestiegen ist.

„Das sind Anforderungen, die heute größere Bedeutung haben“, betont Schenk. Die Studie des Lohfeldener Büros EHS soll nun Klarheit bringen, wie sich der Stützpunkt in Baunatal verändern muss. Eine Tendenz in diesem Prozess gebe es nicht, sagt der Bauamtschef. Möglich sei eine Aufstockung, ein Anbau oder gar ein Neubau auf dem Gelände. „Das wäre eine Option. Das muss man kostenmäßig abwägen.“ Bis Ende 2011 soll das Papier zur Feuerwache nach Wunsch des Rathauses fertig sein. 40 000 Euro Planungskosten sind im Haushaltsentwurf für das Jahr 2012 zunächst vorgesehen.

Von Sven Kühling

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