Feuerwehr erhält 14 Meter hohen Stahlturm zum Trainieren

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So soll er aussehen: In Kürze startet der Bau des neuen Feuerwehrübungsturms auf dem Gelände der Feuerwehr Vellmar. Mit einer Bauzeit von zwei Monaten wird er voraussichtlich Ende des Sommers bereits in Betrieb genommen.

Vellmar. Innerhalb von zwei Monaten Bauzeit soll er stehen: der 14 Meter hohe Übungsturm der Feuerwehr Vellmar. „Vor Kurzem haben wir den Bewilligungsbescheid des Landes Hessen über 42.000 Euro erhalten und werden jetzt schnellstmöglich mit dem Bau beginnen", bestätigt Wolfhard Eidenmüller, Sachbearbeiter Brand- und Katastrophenschutz.

Als Stadtbrandinspektor hatte er das Projekt 2011 angestoßen, das seit zwei Jahren von seinem Nachfolger Andreas Pioch fortgesetzt wird. „Er hat gemeinsam mit der Bauleitung und dem Architekturbüro ausgearbeitet, wie der Turm aussehen und welche Übungsmöglichkeiten er haben wird“, sagt Eidenmüller. Die Baukosten für die Stahlkonstruktion sind mit 168.000 Euro veranschlagt. „Damit es nicht so ein wuchtiger Klotz wird, ist der Turm nur teilweise verkleidet.“ So habe man zudem Kosten gespart.

„Auf einer Seite sind Übungsbalkone, an der angrenzenden Fassade Fenster dargestellt“, erklärt Eidenmüller. So könnten der Ein- und Ausstieg in und aus einem Gebäude, das Leiternsteigen und das Heranfahren mit dem Drehleiterkorb an einen Balkon geübt werden. Im innenliegenden Treppenhaus könnte das Schläuche verlegen und das Retten trainiert werden. „Der Turm ist auch hoch genug, um mit der 30 Meter langen Leine, die jeder Feuerwehrmann mit sich führt, das Selbstretten durch Abseilen zu üben.“

Mit Notlösungen gearbeitet 

Der Bau beendet ein jahrzehntelanges Provisorium: Seitdem der alte Holzübungsturm in Obervellmar vor gut 20 Jahren außer Betrieb gesetzt wurde, da er nicht mehr den Sicherheitsstandards entsprach, habe man sich mit Notlösungen beholfen. „Eine Umrüstung gab das Bauwerk nicht her.“ So habe man bis zu Beginn des Umbaus des Gebäudes der Berufsfeuerwehr Kassel dort trainiert, anschließend mussten die Vellmarer nach Fuldatal ausweichen. Dabei sei von den zwei Stunden Übungszeit allein eine halbe Stunde für die Fahrt draufgegangen.

„Wenn der Ausbilder kurzfristig ausgefallen ist, mussten wir einen neuen Termin vereinbaren, an dem der Turm nicht belegt ist.“ Auch die Möglichkeit, an öffentlichen Gebäuden zu üben, sei mit den Jahren weniger geworden. „Auf vielen Dächern - wie auch auf unserem Feuerwehrhaus - befinden sich heutzutage Solaranlagen oder sie sind mit Alarmanlagen ausgestattet, die losgehen, wenn wir unsere Leitern an das Gebäude lehnen“, sagt Eidenmüller. Zudem seien Flachdächer meist mit Dachpappe und Kies ausgestattet und dürften nicht betreten werden. „Der Kies könnte sich sonst in die Pappe drücken und das Dach würde undicht.“

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