Gemeinde kauft Logistik-Lkw und benötigt Löschfahrzeug – Investitionen in Höhe von 320 000 Euro

Feuerwehr Espenau rüstet auf

Einsatzbereit: Espenaus Gemeindebrandinspektor Reinhard Heinz mit dem Spreizer vor dem vielseitigsten Fahrzeug für Hilfeleistungen der Espenauer Wehr. Fotos: Dilling

Espenau. Auf die Zielgerade kommt die Espenauer Feuerwehr bei der Umsetzung ihres Brandschutz- und Gefahrenabwehrkonzepts. Damit soll der Fuhrpark der Brandschützer weiter modernisiert werden. Mittelfristig sollen 320 000 Euro investiert werden. Das sieht der Bedarfs- und Entwicklungsplan vor. Und dies ist geplant: Die Gemeinde schafft einen gebrauchten Logistik-Lkw an, den die Wehrleute in Eigenleistung umbauen werden. Dann könne man das nötige Material auf Paletten schnell dort verteilen, wo Not am Mann sei, sagt Gemeindebrandinspektor Reinhard Heinz.

„Dann hat die Gemeinde 20 Jahre Ruhe vor Neuanschaffungen.“

Reinhard Heinz

Neben dem Logistik-Lkw, der schon länger auf der Wunschliste der Brandschützer steht, ist noch die Anschaffung eines Staffellöschfahrzeugs geplant, der das mittlerweile 34 Jahre alte Tanklöschfahrzeug ersetzen soll. Das alte „Schätzchen“ läuft zwar noch. Doch die Feuerlöschkreiselpumpe hat einen Defekt, der zur Folge hat, dass kein Löschwasser mehr aus offenen Gewässern angesaugt werden kann.Deshalb ist das Fahrzeug nur noch bedingt einsatzfähig Bis es für die Zuschüsse grünes Licht von Land und Kreis gibt, würden wohl noch etwa vier Jahre ins Land gehen, schätzt Heinz. „Aber dann hat die Gemeinde für mehr als 20 Jahre Ruhe vor Neuanschaffungen“, sagt er. Die Gemeinde hat trotz ihrer schwierigen Haushaltslage den von der Wehr 2007 ausgearbeiteten Bedarfs- und Entwicklungsplan mitgetragen.

Dazu gehörte, dass die Feuerwehr 2010 ein sehr vielseitiges Hilfeleistungsfahrzeug im Tausch gegen einen Rüstwagen und ein Löschgruppenfahrzeug für 270 000 Euro anschaffen konnte. Davon wurden 130 000 Euro durch Zuschüsse von Land und Kreis abgedeckt.

Den gebrauchten Logistik-Lkw, der wohl an die 60 000 Euro kosten wird, müsse die Kommune ganz allein bezahlen, weil es dafür keine Zuschüsse gebe, sagt Heinz.

„Wir sind dem Bürgermeister und den gemeindlichen Gremien sehr dankbar, dass sie auch die erste Fortschriebung unseres Bedarfsplans einstimmig mitgetragen haben“, ergänzt der Gemeindebrandinspektor.

Die Fortschreibung enthält auch den Kauf des schon erwähnten 260 000 Euro teuren Staffellöschfahrzeugs, dessen Preis die Gemeinde etwa zur Hälfte selbst aufbringen muss.

Personal- und ausbildungsmäßig sei man gut aufgestellt, sagt Heinz. Die Mindestanforderungen des Brandschutzhilfegesetzes würden deutlich übertroffen. „Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir tagsüber eine Gruppe von neun Leuten für schnelle Brand- und Hilfeeinsätze zur Verfügung haben“, erklärt der Gemeindebrandinspektor. Gerade der Klimawandel bringt verstärkt Unwetter mit sich. Das hat die Feuerwehr Espenau im Vorjahr zu spüren bekommen,

Von Peter Dilling

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